Dinslaken: Liebesgrüße aus Bosnien
VON MARKUS HAEGERT - zuletzt aktualisiert: 12.09.2006Dinslaken (RPO). Das Spezialitäten-Restaurant „Salines“ präsentiert Küche und Kultur Bosnien-Herzegowinas auf der vierten Musenmeile. Zum vierten Mal lädt das Forum Lohberg ein.
Historischer Name
Ebenso wie die gleichnamige Pizzeria in Hiesfeld benannte Familie Sehic das Restaurant in Lohberg nach ihrer Heimat. Salines ist der historische Name für die Stadt Tuzla.
Die wurde im jugoslawischen Bürgerkrieg schwer zerstört, ist aber heute immer noch drittgrößte Stadt Bosnien-Herzegowinas und Hauptstadt des gleichnamigen Kantons.
dinslaken-lohberg Für Ilona Sehic ist 2006 schon jetzt ein denkwürdiges Jahr. In Kürze erwartet die gebürtige Bosnierin ihr drittes Kind, und im Juni eröffnete sie mit ihrem Mann das Restaurant „Salines“ im ehemaligen Zechenkasino an der Hünxer Straße, in dem sie Spezialitäten aus ihrer Heimat anbietet. Auf der vierten Lohberger Musenmeile am kommenden Sonntag, 13 bis 17 Uhr, stellt Sehic gemeinsam mit dem „Forum Lohberg“ das Restaurant kulinarisch und kulturell vor.
„Liebesgrüße aus Bosnien“ schicken Ilona Sehic und die Macher der Musenmeile. „Die Leute sollten ihre Taschentücher mitbringen“, verspricht Stefan van Cassenberg, der zusammen mit Gabriele Kortas-Zens im Biergarten des Restaurants ein Medley von gefühlvollen Liebesduetten aus den Musicals „Tanz der Vampire“ und „Elisabeth“ darbieten wird. Letzteres Werk über die berühmte österreichische Kaiserin, das zum Teil auch in Sarajevo spielt, knüpft mit viel Herzschmerz und historischen Kostümen an das heutige Bosnien-Herzegowina an.
Folklore und Buchtipps
Kulturell wird das Geburtsland von Restaurant-Besitzerin Sehic außerdem vorgestellt durch eine Aufführung bosnischer Folkloretänze. Das Reisebüro Förster informiert darüber hinaus über das Reiseziel Bosnien, auch Literatur über das von Ex-Jugoslawien abgespaltene Land an der Adriaküste können die Besucher schmökern. Den Programm-Cocktail rundet Edith Mendel von der Stadtbibliothek Dinslaken ab, die Kindern im „Bilderkino“ Land und Leute Bosniens vorstellt.
Wenn es schon um ein Restaurant geht, dürfen auch Auszüge aus dem Angebot der Küche nicht fehlen. Ilona Sehic lädt zur Wein- und Spezereienprobe ein. „Wir bieten nicht das bekannte Essen aus dem Balkan-Restaurant an“, erklärt die Inhaberin selbstbewusst, „sondern wollen die Eigenheiten der bosnischen Küche präsentieren.“ Für den größeren Hunger empfiehlt sie dennoch etwas Bewährtes: Cevapcici. „Aber nicht mit Pommes oder Reis“, so Sehic. Sondern im selbst gebackenen bosnischen Brot.
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