Dinslaken: Mandolinen und Chorgesang
VON FLORIAN LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 16.11.2010Dinslaken (RPO). Ein besonderes Hörerlebnis gab es für die Besucher des besinnlichen Konzertes in der Heilig-Geist-Kirche: Neben Stücken und Klassik standen auch modernere Lieder auf dem Programm.
Der Männergesangverein "Liederkranz" Barmingholten und das Mandolinenorchester "Harmonie" hatten zu einem gemeinsamen Konzert in die Heilig-Geist-Kirche eingeladen. Fast bis auf den letzten Platz war das Gotteshaus besetzt. Zusammen stimmten Sänger und Instrumentalisten Mozarts "Weihe des Gesanges" an. Ein besonderes Hörerlebnis, mit dem Chor und Orchester die Marschrichtung für das Konzert vorgaben. Tendenziell fröhlich ging es beim Mandolinenorchester zu. Die Instrumentalisten hatten sich vor allem klassische Werke ausgesucht und so klangen Werke von Bach und Beethoven durch die Heilig-Geist-Kirche. Ein Höhepunkt im Programm das Violinkonzert in a-Moll von Johann Sebastian Bach, bei dem Karsten Richter mit einem Mandolinensolo glänzte.
Die Mitwirkenden
Orchester Das Mandolinenorchester "Harmonie" wurde 1931 gegründet. Die Instrumentalisten machen unter der Leitung von Michael Jakob Musik.
Liederkranz Der MGV "Liederkranz" Barmingholten wurde 1889 gegründet. Seit 20 Jahren wird der Männerchor von Stefan Büscherfeld geleitet.
Besinnliches und Himmlisches
Solisten hatten auch die Sänger des MGV "Liederkranz" aufzubieten. Mit seiner tiefen, volltönenden Baritonstimme ließ Reinhard Hüsken das "Herr Gott Abrahams" aus der Oper "Elias" von Felix Mendelssohn Bartholdy erklingen. Mit dem "Ave Maria" von Johann Sebastian Bach und Charles Gounod legte dann Tenorsänger Friedrich Kordemann begleitet von Chorleiter Stefan Büscherfeld am Klavier noch einmal nach.
Auch das Programm der "Liederkranz"-Sänger war bunt gemischt. Vom besinnlichen "Gott hat mir längst einen Engel gesandt" über Franz Schuberts "Sanctus" aus der "Deutschen Messe" bis hin zu "Über sieben Bücken musst du geh'n" reichte das Repertoire der Männer. Für jedes einzelne Stück gab es reichlich Beifall von den Zuschauern.
Am besten allerdings kamen jene Stücke an, bei denen Chor und Orchester gemeinsam vor dem Publikum standen. Vor allem "Mein letztes Lied" das der MGV-Ehrenvorsitzende Friedhelm Dickmann in den Wochen vor dem Konzert fertiggestellt hatte. "Zusammen mit Stefan Büscherfeld wurden dann noch schnell ein Orchestersatz und Sätze für Trompeten hinzugefügt. Das ist heute eine Uraufführung", sagte der MGV-Vorsitzende Reinhard Hüsken. Stefan Büscherfeld demonstrierte dann auch direkt seine Fähigkeit, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen: er schwang nicht nur den Taktstock um Musiker und Sänger zu dirigieren, sondern spielte gleichzeitig noch Trompete.
Gefangenenchor
Als Zugabe gab es dann noch den "Gefangenenchor" aus der Oper "Nabucco" von Giuseppe Verdi zu hören. Viel Applaus vom Publikum gab es danach für die Sänger und Musikanten.
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