Dinslaken: Manege statt Mathe
VON ANNA BLASWICH - zuletzt aktualisiert: 01.03.2007Dinslaken (RPO). Einmal Zirkusluft schnuppern und den Unterricht vergessen können zurzeit die Schülerinnen und Schüler der Barmingholtener Moltkeschule in ihrer Projektwoche mit dem Zirkus „Oskani“.
Einen Ausflug in den Zirkus zu machen, das ist für die meisten Kinder das Allergrößte. Selbst als lustiger Clown oder als grazile Seiltänzerin in der Manege stehen und bei einer Aufführungen mitmachen, ein Traum. Für die Schülerinnen und Schüler der Moltkeschule wird dieser Traum jetzt wahr.
Im Zuge ihrer Projektwoche werden sie alle zu Zirkusartisten. Möglich macht das die Zusammenarbeit mit dem Zirkus „Oskani“. Mit 25 Tieren ist der Zirkus angereist, um mit den 150 Schülerinnen und Schülern Kunststücke und Showeinlagen einzustudieren und ihnen das Zirkusleben näherzubringen.
„Manege frei!“
Aufgrund der großen Nachfrage findet am Dienstag, 6. März, eine Zusatzvorstellung, hauptsächlich für Kindergarten- und Grundschulkinder statt. Eintrittskarten sind auch noch für die Zirkusvorstellungen der Schülerinnen und Schüler am Samstag, 3. März, erhältlich. Interessierte können telefonisch unter % (0 20 64) 9 30 85 oder direkt an der Schule Karten bekommen.
Alle Zeichen stehen auf Zirkus
Auf der Wiese neben dem Schulgebäude steht ein großes pink-türkises Zelt, umringt von einigen Wohnwagen. Darunter sind Ziegen, Schafe, ein Stachelschwein, Kaimane, Schildkröten, Spinnen und Schlangen. Von trockenem Schulalltag ist hier nichts mehr zu sehen. Die Kinder sind in dieser Woche keine Erst- bis Viertklässler mehr. Sie sind Clowns, Cowboys, Indianer, Trapezkünstler und Jongleure oder kurz „Zirkuskinder“. Kräftig proben sie für ihren Auftritt am kommenden Samstag. Dann heißt es „Manege frei“ und die „Zirkuskinder“ präsentieren ihre Arbeiten und stellen Basteleien aus.
Waghalsige Riesensprünge über die Mitschüler, Ziegendressur und sogar ein Auftritt mit einem Riesenpython ist geplant. Bei den Proben lässt sich die Schlange jedoch noch durch ein Seil vertreten. Das ganze Schulgebäude ist bunt dekoriert, kleine Zirkuszelte und Wohnwagen werden gebastelt und sogar eine eigene Zirkuszeitung soll entstehen. In ihren Projekt-Tagebüchern halten die Kinder ihre Erlebnisse fest.
Anstrengung und Akrobatik
Schon beim Betreten des Zirkuszeltes ist ein Kribbeln zu spüren und die Wünsche, die man als Kind hatte, sind wieder da. Die Kinder der Gruppe „Bodenakrobatik“ proben hier ihre Kunststücke. Doch ganz so einfach scheint das alles gar nicht zu sein. Sieht eine Menschenpyramide bei den Profis kinderleicht aus, so müssen die Schülerinnen und Schüler feststellen, dass es einiges an Konzentration und Körperspannung erfordert, auf den Knien eines anderen zu balancieren und dabei dann auch noch zu lächeln. Eine Art von Anstrengung, die die Kinder gerne auf sich nehmen.
„Sie sind alle mit viel Freude bei der Sache. Die Gruppe „Einrad und Diabolo“ trifft sich sogar nachmittags freiwillig, um zu proben“, sagte Rektorin Dorothee Mörsfelder begeistert. „Ich bin sehr gespannt auf die Vorstellung. Von den Proben habe ich bisher nicht viel gesehen. Ich lasse mich überraschen.“
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