Dinslaken: Mehr Geld und kreative Freiheit
VON FLORIAN LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 15.08.2011Dinslaken (RP). Anno 2010 gab es kein SYLS-Festival im Burgtheater. Die Organisatoren des Festivals wollten sich in der Gestaltung der beliebten Veranstaltung nicht einschränken lassen und gaben auf. Dieses Jahr gibt es nun einen Neustart, der an die Tradition des SYLS-Festivals anknüpft.
Umsonst und draußen. So könnte man die Idee des SYLS-Festivals zusammenfassen. "SYLS" steht dabei für "Support Your Local Scene" und bedeutet eine Unterstützung von Bands aus Dinslaken und Umgebung. Eben solche haben die Veranstalter des SYLS-Festivals auch für den 26. und 27. August wieder ins Burgtheater eingeladen. "Wir haben geschaut, dass wir eine bunte Auswahl an Musikstilen und Gruppen haben. Wir wollten auch neuen Bands eine Chance geben", sagt Martin Baumann, einer der Organisatoren des SYLS-Festivals. Aus rund 60 eingesendeten Bewerbungen haben die Veranstalter eine Auswahl aus 16 Bands getroffen, von denen zehn bisher noch nicht beim SYLS-Festival aufgetreten sind. Dabei wird es eine bunte Mischung aus Rock, Metal und Hip-Hop geben. Es ist also für jeden etwas dabei.
SYLS-Festival 2011
Freitag Am 26. August startet das SYLS-Festival ab 18 Uhr mit Captain's Diary. Danach treten The Fous, Fabian und das Stromorchester, Redlight Six, Kreftich, Bugs Alive und Saftey First im Burgtheater auf.
Samstag Am 27. August geht es schon ab 17 Uhr los. Der Tag im Burgtheater startet mit Not even Maybe. Es folgen Burnhardt MC, Frank MC, Second Solution, Concubine, Villains Crushing, Fudies, Legion of Gomorra und Trustgod Simon.
Freie Hand fürs Orga-Team
Im vergangenen Jahr hatte man versucht, das SYLS-Festival in das Programm der Kulturhauptstadt einzubinden, und dabei den ehrenamtlichen Organisatoren-Team Vorschriften gemacht, die diese zum Teil nicht umsetzen konnten, aber auch nicht umsetzen wollten. Als Resultat zog sich die Gruppe zurück, mit der Konsequenz, dass das Programm im Burgtheater floppte. "Es war der Wunsch von allen Seiten da, das SYLS-Festival wieder aufleben zu lassen", sagt Miriam Fengels von der Jugendpflege der Stadt Dinslaken. Mit der Konsequenz, dass jetzt das bisherige Team von Organisatoren wieder verantwortlich ist. "Inhaltlich haben wir freie Hand. Wir sind für Konzeption und Organisation zuständig, und da wollen wir uns auch nicht reinreden lassen", sagt Martin Baumann.
Einen positiven Nebeneffekt hatte die SYLS-Pause allerdings. "Im Vergleich zum letzten Mal, als wir das organisiert haben, ist der Etat erhöht worden", sagt Matthias Schreyer vom Organisatoren-Team. Früher hatte die SYLS-Gruppe immer noch Sponsoren für das Festival finden müssen. Jetzt wird das Programm im Burgtheater von der Stadt Dinslaken finanziert. Einige Sponsoren stellen noch Material, Arbeitskräfte und Catering zur Verfügung. Der Dinslakener Comiczeichner Wittek, selbst ein überzeugter Fan des Festivals, gestaltete das Werbematerial für das SYLS 2011.
Tanzen erlaubt
Eine kleine Diskussion gab es darüber, beim Festival ein "Pogoverbot" einzuführen. "So ein Verbot funktioniert nicht und wir wollen auch, dass die Zuschauer tanzen und sich bewegen", sagt Matthias Schreyer. Es geht eher darum, dass niemand versucht, andere Besucher vor der Bühne mutwillig zu verletzten. "Wer meint, er könne vor der Bühne Kickbox-Übungen machen, fliegt raus", lautet die klare Ansage der SYLS-Organisatoren. Dafür sorgt das Sicherheitsunternehmen, das ebenfalls von der Stadt Dinslaken zur Verfügung gestellt wird.
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