Hünxe: Metal-Fans lassen es krachen
VON FLORIAN LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 12.06.2010Hünxe (RPO). In Hünxe geht es rund: Auf dem Death Feast kommen mehr als 2000 Freunde harter Klänge zusammen und feiern gemeinsam ein drei Tage langes Festival mit jeder Menge Lebensfreude und lauter Musik.
Die Schwarze Heide macht ihrem Namen alle Ehre. Mehrere Hundert Metal-Fans, die meisten davon in Schwarz gekleidet, stehen schon am Nachmittag vor der Bühne. Kaum schallen die ersten Gitarrenklänge und Schlagzeugtöne der schwedischen Band Deranged über die Wiese, werden auch schon die Luftgitarren ausgepackt und die Köpfe in Kreisbewegung versetzt – Haarmähnen durchlüften ("Headbanging") ist angesagt.
Völkerverständigung
Die Musik ist dabei die Sprache, welche die Besucher des Death Feast verbindet – auch über Landesgrenzen hinaus. Alle sind gekommen, um Death Metal zu genießen. Nicht nur die Bands sind teilweise aus Belgien, Schweden, der Türkei oder den USA angereist, auch die Besucher kommen nicht unbedingt aus der Hünxer Nachbarschaft. Gespräche werden beispielweise auf Niederländisch, Englisch und Französisch geführt.
Death Feast heute
Tageskarte Für 25 Euro kann man auch heute noch für einen Tag auf das Gelände.
Höhepunkte Neben dem Auftritt von der US-Band Suffocation steht ein weiterer Auftritt der Band Dying Fetus auf dem Programm. Letztere spielen einen speziellen Mix aus ihren Alben der Jahre 1996 und 1998.
Infos Mehr zum Death Feast gibt es im Internet auf der Seite www.deathfeast.de
Sam Devaddere und Gregory Bars sind mit dem Zug aus Belgien angereist. "Das war verdammt teuer, aber es hat sich gelohnt", sagt der 21-jährige Sam. Nicht nur wegen der Musik, die lautstark von der Bühne schallt, sondern auch wegen der Atmosphäre, die sich bis auf das Campinggelände fortsetzt. Doch natürlich haben die beiden Belgier auch musikalische Favoriten.
"Wir sind vor allem wegen Suffocation hierher gekommen", sagt der 20-jährige Gregory Bars. Suffocation sind auch für Mike Heinemann das diesjährige Aushängeschild des Death Feast. "Sie sind für die Szene eine extrem wichtige Band. Wir haben drei Jahre daran gearbeitet, sie hierhin zu bekommen", sagt der Organisator des Spektakels auf der Schwarzen Heide. "Ich denke, die große Anzahl von internationalen Bands ist der Grund, warum das Festival für die Besucher so interessant ist", sagt Heinemann.
Spaßfaktor
Allerdings haben die Besucher des Death Feast nicht nur ihren Spaß, wenn sie sich vor der Bühne mit Musik beschallen lassen. In den musikalischen Pausen kickt sich ein gutes Dutzend Metal-Fans mit einem pinken Wasserball in WM-Stimmung.
Lauter Torjubel erklingt, wenn dieser über die Absperrung vor der Bühne fliegt. Auf dem Campingplatz dagegen gibt es Kurioses zu bestaunen: So hat eine Besuchergruppe ihren Campingbereich mit einem zwei Meter hohen Eingangstor aus geleerten und zusammengeklebten Bierdosen ausgestattet.
Bei dem hohen Spaßfaktor muss es doch auch 2011 wieder ein Death Feast auf der Schwarzen Heide geben, oder? "Natürlich. Es sei denn, in den nächsten Tagen geht die Welt unter", sagt Mike Heinemann. Und selbst für ein solches Ereignis hätte man auf dem Death Feast zumindest die passende Begleitmusik parat.
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