kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Dinslaken: Minister: Städte müssen sparen

VON ULRICH SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 29.04.2010

Dinslaken (RPO). NRW-Finanzminister Dr. Helmut Linssen versprach den klammen Kommunen bei einer Podiumsdiskussion im Berufskolleg Dinslaken Finanzhilfen. Vorher müssten sie allerdings ein stimmiges Sparkonzept vorlegen.

 Foto: ddp
Foto: ddp

Der nordrhein-westfälische Finanzminister Dr. Helmut Linssen (CDU) hat gestern den Schülern des Berufskollegs erläutert, wie er Städte und Gemeinden mit leeren Haushaltskassen und hohen Schulden besser stellen will. Unter dem Stichwort "Gemeindefinanzierung" sieht er insbesondere die Bundesregierung in der Pflicht.

Berlin solle die Kommunen von ihren hohen Ausgaben für sozial schlechter gestellte Bürger entlasten. Ergänzend dazu empfiehlt Linssen, den verschuldeten Kommunen bei ihren immensen Zinsen unter die Arme zu greifen. "Eine Übernahme der Schulden halte ich dagegen nicht für konsensfähig", sagte er am Rande der Podiumsdiskussion in der Douvermannhalle der RP.

Auf der faulen Haut liegen und nur kassieren sollen die Städte und Gemeinden aus Sicht des Ministers freilich nicht. Linssen: "Wenn die Kommunen Geld bekommen wollen, müssen sie ihre Hausaufgaben machen. Wir werden sehr genau hinsehen: Gibt es ein Sparkonzept, wie hoch sind die Personalkosten in der Verwaltung?"

Info

Gegen Rechts

Thema Die Schüler fragten: Wie wollen die Politiker mit Rechtsextremismus umgehen, insbesondere mit NPD und ProNRW?

Meinungen Linssen (CDU): "Ich ärgere mich zu Tode, wenn die Rechten auftreten und auch noch große Beachtung bekommen. Der Verfassungsschutz beobachtet sie. Solange nichts vorliegt, müssen wir die Meinungsfreiheit aber ertragen. Ott (SPD): "Vorsicht vor dem alltäglichen Rassismus." Klocke (Grüne): "Wir können die NPD nicht verbieten. Aber wir können protestieren und die Rechten aus unseren Städten treiben."

Bedürftige Kommunen aber würden unterstützt. "Wer eine schwierige Sozialstruktur hat, darf nicht über Gebühr benachteiligt sein", betonte Linssen. Gespräche mit der Bundesregierung über geringere Soziallasten für Städte und Gemeinden liefen bereits. "Ich bin guter Dinge, dass wir eine Verbesserung erzielen."

Helmut Linssen war der Einladung zum 7. Politshop des Berufskollegs gefolgt. Immer vor Wahlen – nun der Landtagswahl am 9. Mai – stellen sich Politiker Fragen, die in den Fachklassen des Kollegs vorbereitet wurden. Es geht um eine Entscheidungshilfe für die wahlberechtigten Schüler.

Neben dem CDU-Minister waren gestern nach Dinslaken gekommen: Jochen Ott, stellvertretender Landesvorsitzender der SPD; Arndt Klocke, Landesvorsitzender der Grünen; Gunhild Böth, schulpolitische Sprecherin der Partei "Die Linke"; Dr. Klaus Groß, Landtagskandidat der FDP für Dinslaken, selber Dinslakener und damit einziger örtlicher Politiker in der Podiumsdiskussion.

Kinderarmut und Bankensteuer

Es ging um Themen wie Kinderarmut, Umgang mit Rechtsextremisten, Gebühren für Kindergarten und Studium, Schulsystem, Migration, Chancengleichheit und Bankensteuer. Den Applaus zugrunde gelegt, gingen SPD, Grüne und Linke als Gewinner hervor. Die Plädoyers für die Einheitsschule (SPD), Millionärssteuer und kostenfreie Bildung (Linke), die Entlastung von Studenten von Gebühren (SPD, Grüne, Linke) kamen beim jungen Publikum bestens an.

Die Vertreter von CDU und FDP hatten es dagegen allein schon wegen ihres weiter von den Zuhörern entfernten Lebensalters schwerer (Linssen 67, Groß 63), auf Gegenliebe zu stoßen. Ganz zu schweigen von ihrer Verteidigung der Regierungsleistung von Schwarz-Gelb in den vergangenen fünf Jahren und dem Pochen darauf, die Versprechen von SPD, Grünen und Linker seien unbezahlbar.

Aus CDU/FDP-Sicht ist das bestehende Schulsystem der Einheitsschule überlegen. Studiengebühren seien zumutbar. Und Lehrer seien sehr wohl in der Lage, Empfehlungen für weiterführende Schulen zu geben. Das stellten Kollegschüler in einem Theaterstück in Abrede und ernteten vehemente Zustimmung der Vertreter von SPD, Grünen und Linken.

Quelle: RP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Mittelalterliches Flair auf dem Flachsmarkt

Krefeld

Mittelalterliches Flair auf dem Flachsmarkt

Rund 45.000 Besucher schlenderten am Pfingstwochenende über den Flachsmarkt. Ritterpiele, mittelalterliches Handwerk und Musik lockten bei s ... mehr 

Pfingsten in Moers hat Kultstatus

Moers

Pfingsten in Moers hat Kultstatus

Ein sonniges und entspanntes Moers Festival mit viel Musik ist vorüber. Festivalchef Reiner ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Gefangen im Monster-Stau von Peking

In Chinas Hauptstadt gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch ziemlich viele Autos. Kein Wunder also, dass es dort immer wieder zu ... mehr 

Aus der Nachbarschaft
Meistgelesen

Ex-Trainer von Hertha BSC Berlin

Rehhagel bereut Auftritt vor DFB-Gericht

Trainer-Altmeister Otto Rehhagel hat nach seiner gescheiterten Rettungsmission das Kapitel Hertha BSC für sich abgeschlossen. "Für Hertha beginnt eine neue Zeitrechnung – ohne Otto Rehhagel , sagte der Coach in einem Interview. mehr

 

Nach Solarstromrekord droht Aufschlag

Warum Strom immer teurer wird

 

Nach Attacke am Hauptbahnhof

Jugendliche seit zwei Tagen auf der Flucht

 

Politische Punktevergabe beim Eurovision Song Contest

Anke Engelke: "Europa beobachtet Dich"

 

Wirbel um neues Grass-Gedicht

Verwirrung um angebliche Fälschung

Meistkommentiert

Stress-Ranking der Unternehmen

Burnout belastet NRW-Wirtschaft

Eine Untersuchung zeigt, wie stark Mitarbeiter von Konzernen durch zu viel Arbeit und Stress belastet sind. In NRW liegen Eon und ThyssenKrupp vorne beim Stressranking, doch auch RWE, Henkel und Bayer sind betroffen. Fast alle Unternehmen legen ... Von Andreas Gruhn und Reinhard Kowalewsky  mehr

 

Fortuna Düsseldorf

Fortuna verpflichtet Bruno Soares

 
 

CSD in Düsseldorf

"We are Europe! Are we Europe?"

 

Scharfe Kritik an Assad-Regime

UN-Sicherheitsrat verurteilt Massaker in Hula

MEHR
Auch im vergangenen Jahr lockte der Mai-Markt viele Besucher an. Entlang der Bahnhofstraße waren etliche Stände aufgebaut.

Voerde

Mai-Markt und offener Sonntag

Die Voerder Werbegemeinschaft startet in den Sommer und veranstaltet am kommenden Sonntag den traditionellen Mai-Markt in der Innenstadt. Ein buntes Programm mit vielen Attraktionen wartet auf große und kleine Besucher. Die Geschäfte sind ab Mittag ... mehr

 
Florian Körner, Praktikant in der Dinslakener Stadtverwaltung, präsentiert die mehr als 60 Zentimeter langen und 21 Zentimeter breiten Wahlzettel.

Dinslaken

Landtagswahl: Ein Kreuz ist nicht genug

Die Wähler geben morgen erstmalig eine Erst- und eine Zweitstimme bei einer Landtagswahl in NRW ab: für einen Direktkandidaten und für eine Partei. Immer mehr Bürger nutzen vorab die Briefwahl. VON ulrich schwenk  mehr

 
 
 
 
 
Bilder aus Dinslaken
So feierten die Parteien das Ergebnis in Dinslaken
So feierten die Parteien das Ergebnis in Dinslaken
Stefan Zimkeit zieht erneut in den Landtag ein. mehr 
 
So feierten die Parteien das Ergebnis in Dinslaken
So feierten die Parteien das Ergebnis in Dinslaken
Stefan Zimkeit zieht erneut in den Landtag ein.
mehr 
Dinslaken: Porsche-Schau auf der Trabrennbahn
Dinslaken: Porsche-Schau auf der Trabrennbahn
In Dinslaken stand am 1. Mai 2012 der elfte ..
mehr 
Bombe in Lohberg wird entschärft
Bombe in Lohberg wird entschärft
Peter Giesecke und sein Team entschärfte am ..
mehr 
 
$imgtext

Wählen Sie den Service-Weltmeister!

43 Firmen aus dem Kreis Wesel stellen sich dem Wettbewerb: Wer bietet den besten Service? Wer hat die zufriedensten Kunden? Bis zum 23. Juni können Sie Ihre Bewertungen abgeben - und dabei tolle Preise gewinnen. Jetzt abstimmen 

Familienanzeigen