Hünxe: Mit 100 PS durch die Lüfte
VON MATTHIAS KNAUER - zuletzt aktualisiert: 17.05.2011Hünxe (RPO). Zur feierlichen Aufnahme eines neuen Flugzeugs in ihre Flotte hatte die Gemeinschaft für Luftsport auf den Flughafen Schwarze Heide geladen. Bei dem neuen Vereinsflieger handelt es sich um eine Aquila A 210.
In der Halle der Luftsportfreunde am Flugplatz Schwarze Heide begrüßte der Vorsitzende Horst Schmitter Vereinsmitglieder und geladene Gäste der Flugplatzverwaltung. Im Rahmen der kleinen Feier wurde die Aquila A 210 nun offiziell in Betrieb genommen. Bereits vor vier Wochen war die Maschine, gebaut in der Nähe von Potsdam, an den Niederrhein überführt worden. So hatte Schmitter schon Gelegenheit, den neuen Motorflieger zu testen.
Zehn Meter Spannweite
Das Flugzeug mit einer Spannweite von zehn Metern und einer Länge von knapp über sieben Metern zählt zu den aktuell modernsten Zweisitzer-Flugzeugen. Der 100-PS-Motor mit einem Verbrauch von gerade mal fünfeinhalb Litern auf 100 Flugkilometern bei normalem Flugbetrieb ist zudem erfreulich sparsam.
Der Verein
Wer sich über die Arbeit und die Angebote der Gemeinschaft für Luftsport informieren will, kann das im Internet tun.
Mitgliedsbeiträge, Kosten für die Ausbildung und Flugstunden und die Maxime des Vereins findet man unter
Schmitter zeigte sich nach dem ersten Flug zufrieden. "Das ist natürlich schon schön, wenn alles neu ist, aber bevor alle Mitglieder des Vereins mit dem neuen Fluggerät starten können, müssen sie eingewiesen werden", so der Vorsitzende. Herbert Schmidt, einer der sechs ehrenamtlichen Fluglehrer, erklärte: "Es geht bei den Einweisungen vor allem darum, den Vereinsmitgliedern die kleinen Feinheiten und Neuerungen zu erklären", so Schmidt. Das sei vergleichbar mit dem Kauf eines Neuwagens, den man ja auch erstmal nach und nach in verschiedenen Fahrsituationen erprobe, bevor man richtig Gas gebe.
Die Gemeinschaft für Luftsport (GFL) ist 1969 gegründet worden. Ursprünglich hatten sich Flieger zusammen gefunden, um die für Segelflieger langen Wintermonate zu überbrücken. Dazu hatte sich die GFL einen Motorsegler zugelegt und die Flotte nach und nach auf vier Flugzeuge erweitert. Eine gesetzliche Änderung zur Ausbildung von Piloten sorgte aber dann dafür, dass nur noch auf Motor-Flugzeugen ausgebildet werden darf. Das veränderte auch die Interessen der Vereinsmitglieder, die nun zunehmend Interesse an Motor-Fliegern hatten. So wurde 2001 ein erstes Flugzeug angeschafft. Die neue Aquila ersetzt nun einen weiteren Motor-Segler.
Große Vorfreude
Die Vorfreude auf das neue Flugzeug war bei den Vereinsmitgliedern jedenfalls riesengroß. Kein Wunder, hatte der Vorstand lange vorher die Mitglieder mit Bildern aus dem Herstellungsprozess der Neuanschaffung geködert.
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