Dinslaken: Mit Sand, Wasser und Spaten
VON STEFFEN PENZEL - zuletzt aktualisiert: 29.08.2008Dinslaken (RPO). DIN-Tage: Am Samstag und Sonntag steht ein Sandskulpturen-Workshop auf dem Neutorplatz auf dem Programm. Leiten wird das Ganze Meike Kriwett. Die erklärte nun schon einmal, was auf die Teilnehmer zukommt.
„Ab in den Sandkasten und mitbauen!“ heißt es am Wochenende auf dem Neutorplatz. Dort wird am heute Abend ein Laster vom Baumarkt Mehring anrollen. Der hat acht Tonnen Sand geladen. Und an denen dürfen sich die Teilnehmer des Sandskulpturen-Workshops am Samstag und Sonntag dann auf knapp 20 Quadratmetern in der Mitte des Neutorplatzes austoben. Mit von der Partie wird dann auch Meike Kriwett sein. Die ist Eventmanagerin der Ratinger Eventorganisation AWZ GmbH. Und die erklärte jetzt schon einmal, was die Teilnehmer am Wochenende erwartet und wie aus einem Haufen Sand Skulpturen entstehen werden.
Ursprung
Der Ursprung des Sandskulpturenbaus liegt im alten Ägypten. Denn schon die Baumeister der Pyramiden fertigten Modelle aus gestampften Sand, um Winkel und Proportionen zu berechnen. Als Kunstform ist der Sandskulpturenbau seit den 30er-Jahren bekannt, als die ersten Wettbewerbe an den Stränden der amerikanischen Westküste stattfanden.
Schicht für Schicht
Verwendet werden beim Sand-skulpturenbau nur Sand und Wasser. „Wir mischen nichts bei“, versichert Meike Kriwett. Damit der Sand überhaupt bearbeitet werden kann, muss er stark verdichtet werden. „Als erstes kommt der Sand in große Holzformen, wo dann das Wasser beigemischt wird. Mit Hilfe eines Eisenstampfers wird der Sand dann verdichtet, die Luft wird ihm entzogen und die Sandkörner werden aneinandergepresst“, erklärt die AWZ-Eventmanagerin. Schicht für Schicht wird aufeinandergetürmt bis die Form voll ist. Das Ergebnis ist ein Sandblock, an dem dann mit Schüppen und Spaten gearbeitet werden kann. Wie das genau funktioniert, demonstriert Meike Krewitt an einem kleinen Modell. Ab dann zieht sie sich zurück und die Kreativität der Teilnehmer ist gefragt. „Ich will nicht zuviel vorwegnehmen. Die Leute sollen ihre eigenen Erfahrungen machen, sollen sich einbringen und lernen, was mit dem Sand alles gemacht werden kann.“ Zwei Werke sollen von maximal vier Personen pro Skulptur an jedem Tag erschaffen werden. Etwa drei Stunden Arbeitszeit sind pro Skulptur eingeplant. Der Kreativität will Meike Krewitt keine Grenzen setzen. „Ich hoffe, dass die Teilnehmer eigene Vorschläge mitbringen. Das ist immer interessanter, als wenn ich etwas vorgebe.“ Dabei darf ruhig eine Portion Lokalpatriotismus mit in die Arbeit einfließen. Wer also das Rathaus, die Stadthalle oder das Rittertor bauen möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Die Arbeit an den Sandblöcken hat laut Meike Krewitt etwas von Bildhauerei. „Es ist im Prinzip das Gleiche. Wir haben einen Block vor uns. Und von dem nehmen wir alles weg, was nicht zu unserer Skulptur gehört.“ Die Leute würden oftmals nicht ahnen, welche Möglichkeiten das verdichtete Sand-Wasser-Gemisch mitunter bereithalten würde. „Es lassen sich Durchbrüche, Überhänge und Schrägen bauen. Die Leute werden erstaunt sein.“
Mitmachen Wer noch Interesse hat, beim Sandskulpturen-Workshop am Neutorplatz dabei zu sein, kann sich unter 02064 606344 anmelden.
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