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Dinslaken: Mit Schwung ins neue Jahr

VON LENA STEEG - zuletzt aktualisiert: 19.01.2009

Dinslaken (RPO). Pastor Theo van Doornick verbreitete beim Neujahrsempfang der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Vincentius im Johannahaus optimistische Stimmung für das Jahr 2009.

Wieder konnte die Sankt-Vincentius-Gemeinde zahlreiche Gäste zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang begrüßen.  Foto: RPO
Wieder konnte die Sankt-Vincentius-Gemeinde zahlreiche Gäste zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang begrüßen. Foto: RPO

Das neue Jahr mit Zuversicht in den Blick zu nehmen, riet Theo van Doornick beim traditionellen Neujahrsempfang der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Vincentius seinen Gästen. Und stellte im gleichen Atemzug die Frage: "Was können wir tun, damit es gut weitergeht?"

Es gäbe kein Drehbuch dafür, keine vorgeschriebenen Regeln, wie man die gemeinsame Zukunft der drei zusammengeschlossenen Gemeinden Heilig Blut, Sankt Johannes und Sankt Vincentius anzugehen habe. Aber es gäbe Grundeinstellungen, die den gemeinsamen Weg im neuen Jahr erleichtern würden: "Gemeinsam neu leben. Als Aufbruch – ja wie denn sonst?" müsse 2009 in den Blick genommen werden. Trotz einer Fülle von Fragen und Sorgen werde die Gemeinde einen guten, sicheren, zukunftsweisenden Weg beschreiten, versicherte van Doornick.

Info

Über die B8 hinweg

Als ein positives Beispiel für gemeinsamen Fortschritt und harmonisches Zusammenleben innerhalb der Gemeinden sieht van Doornick die gesamthafte Firmvorbereitung. Die Jugendlichen seien dazu aus der gesamten Gemeinde zusammen gekommen: "Vom Stapp bis zum Schlackeberg, die Mauern in den Köpfen verschwinden mehr und mehr. 80 Firmlinge von Sankt Vincentius sind über die B8 hinweg Feuer und Flamme."

Um mit dem angekündigten "frischen Schwung" ins neue Jahr zu starten, hatte van Doornick Werner Hußendörfer (Klarinette) und Bernhard Bücker (Klavier) zur musikalischen Untermalung geladen. Die beiden Musiker eröffneten mit dem dritten Satz "Allegro con Fuoco" aus Francis Poulenc' Sonate für Klarinette und Klavier den Neujahrsempfang. Die "herbe, beschwingte Schönheit" der Stücke, bei denen Pfarrer van Doornick jedes Mal genussvoll die Augen schloss, lockerten nicht nur die Rede unterhaltsam auf, sondern trieben auch die allgemeine Stimmung zu der Grunderkenntnis, die van Doornick mit seiner Rede erreichen wollte: "Die Kirche steht insgesamt vor großen Veränderungen, nein, befindet sich bereits in ihnen."

Bereits Ende Oktober 2005 fusionierten die drei Gemeinden, Sankt Vincentius, Sankt Johannes und Heilig Blut bekanntlich zur neuen Gemeinde Sankt Vincentius. Vor dem Hintergrund des "zu großen Kleides" hat die Gesamtgemeinde im vergangenen Dezember entschieden, die Heilig-Blut-Kirche noch im Sommer 2009 zu schließen. Auf das Johannahaus kommen große Veränderungen zu. Die denkmalgeschützte Fassade bleibt stehen. Innen wird das Gebäude entkernt und neu gefüllt mit energiesparenden Räumen unter anderem für ein Pfarrheim, die Zentralrendantur (Finanzverwaltung) und eventuell das Stadtarchiv. Die Kita an der Matthias-Claudius-Straße wird abgerissen. Ersatz entsteht auf dem Abrissgelände der Heilig-Blut-Kirche. Die Stadt übernimmt die Kitas im Averbruch und in Eppinghoven.

Trotz aller Widrigkeiten könne man die kommenden Aufgaben, die in der 570-jährigen Gemeindegeschichte bislang beispielslos seien, gemeinsam meistern, versicherte van Doornick. Positive Bilanz zog Theo van Doornick im Rückblick auf das vergangene Jahr. Die Rekordzahl von 150 Teilnehmern beim Pilgerweg nach Kevelaer, der 50-jährige Geburtstag des ND-Jugendzentrums, das 100-jährige Jubiläum der KAB Eppinghoven und 10 520 gesammelte Euro durch den Lepramarsch stärkten rückwirkend die Stimmung für 2009. Und auch die Nachricht, dass die Sternsinger von Sankt Vincentius, die am vergangenen Sonntag ihr 30-jähriges Jubiläum feierten, mit 22 500 gesammelten Euro ihren eigenen Rekord brachen, machte Mut für 2009.

Wichtig sei, so betonte van Doornick immer wieder, dass die Gemeinden auch in Zukunft stärker zusammenwachsen. " Nur gemeinsam können wir den Aufbruch wagen."

Bereits in der Vergangenheit hätten Kommunionkinder und Messdiener gezeigt, wie man das gemeinsame Gemeindeleben "nach vorne entwickeln kann". Trotz dramatischen Priestermangels, rückläufiger Gemeindemitgliederzahlen und Kirchensteuermittelrückgang führe der Weg nach vorne. "Mit der Zugkraft Jesus Christus und dem Rückenwind des Heiligen Geistes."

Quelle: RP

 
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