Dinslaken: Mit Tempo zum Sieg
VON ANNA BLASWICH - zuletzt aktualisiert: 29.05.2007Dinslaken (RPO). Sah es zu Beginn des 30. Seifenkistenrennens an der Emmelsumer Schleuse noch trist aus, wandelte sich das Wetter doch noch zum Guten. Unter Jubel und Applaus gingen die über 100 Jungen und Mädchen in drei Wertungsklassen schließlich an den Start.
Voerde-Friedrichsfeld Gegen elf Uhr fällt ein heftiger Platzregen auf Friedrichsfeld nieder. Eigentlich sollte hier, genau um diese Zeit das 30. Seifenkistenrennen der „Heißen Räder“ an der Schleuse beginnen. Doch die riesigen Pfützen auf der Rennstrecke verhindern den pünktlichen Start. Mit vereinten Kräften fegen Teilnehmer, Helfer und Besucher die wassermengen von der Straße. Die restlichen Zuschauer und Rennfahrer stehen eng gedrängt unter den Essenszelten und am Getränkewagen. Traurig und schlapp liegt die Formel Eins-Rutsche auf dem Hof der Firma Bernhard Knipping und Sohn.
Heiße Räder
Der Seifenkistenverein „Heiße Räder“ Friedrichsfeld hat seinen Sitz an der Heidestraße 34 in Voerde. Im Internet ist der Verein unter www.heisse-raeder.de zu finden. Weitere Renntermine sind unter http://dskd.org/ im Rennterminkalender einzusehen.
Warten, bis es trocken ist
Die Straße muss zunächst abtrocknen, bevor das Rennen starten kann, da die Fahrer sonst nicht bremsen können. Die Wartezeit bis zum Beginn lässt sich gut überbrücken. Für das leibliche Wohl ist mit Gegrilltem, Erbsensuppe, Folienkartoffeln, aber auch selbstgebackenen Kuchen gesorgt. Neben dem Seifenkistenrennen gibt es weitere kleine Attraktionen. Beim Loseziehen gibt es Kuscheltiere, Bälle, Schmuck, Spiele und viels mehr zu gewinnen und so ist die Tombola nicht nur etwas für die kleinen Gäste. Der traditionelle Luftballonwettbewerb ist schon seit ewigen Zeiten ein Hit und immer wieder steigen die bunten Ballons in den immer blauer werdenden Himmel hinauf. Ein Geruch nach Kaffee, Kuchen und leckeren selbstgemachten Waffeln liegt in der Luft.
Mit vierzigminütiger Verspätung schießen die ersten zwei Seifenkistenfahrer die Rampe herunter. Zwei Läufe sind zunächst einmal das Ziel, da ansonsten keine Wertung gemacht werden kann. Die Zuschauer verfolgen die, meist sehr knapp ausfallenden Rennen. Im ganz Kleinen werden Wetten abgeschlossen. Für einen jungen Besucher steht fest: „Der schnellste Wagen ist der beste.“ Seine Schwester sieht das jedoch ganz anders: „Ich möchte, dass die schönste Seifenkiste gewinnt.“
Die Sonne scheint nun mit einiger Kraft vom blauen und kaum noch bewölkten Himmel. Die Formel Eins-Rutsche erhebt sich langsam und fast triumphierend vom Boden und zieht die kleinen Gäste in ihren Bann. Die Seifenkisten schießen von der steilen Rampe. In den Pausen ertönt Musik aus den Lautsprechern. Ohne weitere Probleme läuft das Seifenkistenrennen nun ab. Jubelrufe und Applaus begleiten die Rennfahrer auf ihrem Weg ins Ziel.
Freude und Pokale
Bei der zuletzt folgenden Siegerehrung erhalten nicht nur die Teilnehmer ihre Pokale. Auch die Gewinner des Luftballonwettbewerbes des vergangenen Jahres und des Hauptpreises der Tombola werden aufgerufen und mit Applaus gefeiert. Die triste Stimmung vom Beginn ist komplett vergessen und die Veranstaltung ein gemütliches Fest geworden. Nicht einmal der beginnende Abbau der Rampe kann bei den Zuschauern und Gästen ein Gefühl des Aufbruchs erzeugen. Zu groß ist die Freude über den Wetterwandel beim 30. Rennen.
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