Dinslaken: Neubau wird eingeweiht
VON HEINZ SCHILD - zuletzt aktualisiert: 17.03.2007Dinslaken (RPO). Der Erweiterungstrakt für die Waldorfschule ist fertig. Außerdem begeht die Schule im Sommer ihr 20-Jähriges. Zwei gute Gründe zum Feiern. Deshalb wird die Neubau-Einweihung mit einem Tag der offenen Tür verbunden.
DINSLAKEN-EPPINGHOVEN Rund 1,4 Millionen Euro wurde in den Erweiterungstrakt der Schule an der Eppinkstraße investiert, wie Lehrerin Ute Krämer gestern berichtete. Entstanden sind 15 neue Räume, unter anderem ein naturwissenschaftlicher Raum, zwei Musikräume sowie einer für die Schülerverwaltung (SV). Interessierte können sich beim Tag der offenen Tür am Samstag, 24. März, dort umsehen. Mit der Feierstunde um 13 Uhr beginnt das Fest. Den Besuchern werden Ziele sowie Inhalte der Waldorfpädagogik vorgestellt und erläutert. Informiert wird weiterhin über die besondere Situation in der Oberstufe, den Waldorfabschluss und das Abitur. In den Klassen- und Fachräumen sind praktische Arbeiten von Schülern ausgestellt. Bis 16 Uhr unterhalten die Jungen und Mädchen die Besucher mit Musik, Tanz und Theaterdarbietungen. Sportlich geht es beim Basketball-Turnier zu, das für die Klassen acht bis elf veranstaltet wird.
Freie Waldorfschule
Nachdem die Freie Waldorfschule vor 20 Jahren als Elterinitiativschule gegründet worden war, bezog sie vorübergehend für zwei Jahre Quartier in zwei Räumen bei der Waldorfschule in Mülheim. Später wurde ein eigenes Schulgebäude in Eppinghoven gebaut. Gegenwärtig werden in dem Gebäudekomplex an der Eppinkstraße insgesamt 459 Jungen und Mädchen von 36 Lehrern unterrichtet. Die Schule erhält Zuschüsse in Höhe von 87 Prozent zu den Personal- und Sachkosten, die verbleibenden 13 Prozent müssen von den Eltern aufgebracht werden. Besonderer Wert wird auf die Einbindung der Eltern in den Schulalltag gelegt.
Mit Spannung fiebern Schüler der 9. Klasse ihrem Rumänien-Aufenthalt entgegen, der Teil des Schulprojektes „Vom Leben lernen“ ist. Vier Wochen werden die Jugendlichen sich ab Mitte April im rumänischen Ort Dezna aufhalten und dort an der Sanierung einer Schule und der Renovierung eines Kindergarten arbeiten. Mit dabei sind unter anderem Rahel Wissen, Jonas Dommermeth sowie Yannick Pfitzner, die gestern über das bevorstehende Baucamp erzählten. Insgesamt werden 36 Waldorfschüler mit vier bis fünf Betreuern die rund 25 Stunden dauernde Busfahrt nach Dezna antreten. „Es wird nicht nur eine Umstellung für uns sein, dort zu arbeiten, sondern auch eine gute Erfahrung“, sagte die 15-jährige Rahel Wissen, die es als spannend empfindet, sich in dem rumänischen Dorf umzusehen und einzuleben.
Bei der anstehenden Sanierung werden die Schüler von einheimischen Fachkräften vor Ort unterstützt, die so vier Wochen lang Arbeit haben und von der Waldorfschule bezahlt werden. Nach Schätzung von Lehrerin Heidi Kannenberg wird das Rumänien-Projekt über 20 000 Euro verschlingen, 19 000 sind bereits zusammen. Was noch fehlt, soll am nächsten Mittwoch gesammelt werden, wenn die Waldorfschüler für einen Tag ausschwärmen und bezahlte Arbeiten übernehmen.
Vor vier Jahren renovierten Waldorfschüler Teile der Schule in Dezna. Die jetzigen Neuntklässler wollen nun ihren Beitrag leisten, da sie wissen, dass die Sanierungsarbeiten sonst nicht gemacht würden.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




