Voerde: Neue Radkarte für Voerde
VON JÖRG WERNER - zuletzt aktualisiert: 09.12.2011Voerde (RP). Der Voerder Heimatverein hat mit Unterstützung der Stadt und der Sparkassen-Bürgerstiftung "Erlebnis-Radtouren" durch Voerde erarbeitet. Die Karte mit zwei Rundkursen und fünf Themenflyern ist ab sofort zu haben.
Voerde ist schön, und das lässt sich auf dem Rad besonders gut erleben. Davon ist nicht nur Bürgermeister Leonhard Spitzer, der gestern mit Vertretern des Heimatvereins und Bernd Krüßmann für die Bürgerstiftung der Sparkasse die neue Radkarte vorstellte. Zwei Jahre hat der Heimatverein unterstützt von Heinz Feldkamp von der Stadt an dem Projekt gearbeitet. Herausgekommen ist eine Karte mit zwei Rundkursen.
Herrenhäuser im Blick
Der südliche startet am Bahnhof Voerde und führt über Voerde, Löhen, Götterswickerhamm und Möllen. Ausgangspunkt für die nördliche Tour ist der Bahnhof in Fridrichsfeld. Sie führt über Freidrichsfeld, Spellen und Mehrum. Zudem wird der Heimatverein ab dem nächsten Frühjahr geführte Radtouren anbieten und dabei bestimmte Themenschwerpunkte setzen. Beispielsweise wird ein Kurs die Voerder Herrensitze in den Blick nehmen, ein anderer sich mit der Lage Voerdes am Rhein auseinandersetzen und ein weiterer wird die Entwicklung der Mommbachniederung zum Thema machen. Als Führer stehen Mitglieder des Heimatvereins parat, doch der Verein hofft, noch weitere Führer zu gewinnen. Für deren Ausbildung hat er sich die Unterstützung der Dinslakener Gästeführerin Beate Hettmer gesichert.
Ansprechpartner
Wer sich für eine der geführten Radtouren interessiert, die der Heimatverein für Gruppen von acht bis 15 Radlern anbietet, kann sich an Christa Ingenkamp, % 02855 80332 wenden. Bei ihr können sich auch die melden, die sich zum Tourführer ausbilden lassen wollen.
Die Radkarte mit den dazugehörigen fünf Themenflyern ist im Voerder Buchhandel, den Bürgerbüros und den Stadtteilbüchereien zum Preis von 6,90 Euro erhältlich. Der Heimatverein wird sie an seinem Stand am Wochenende auf dem Weihnachstmarkt am Wasserschloss Voerde der Öffentlichkeit präsentieren.
Der Bürgermeister und der Heimatvereinsvorsitzende Heinz Boß betonten, dass die Umsetzung des Radtour-Projekts angesichts der leeren Stadtkasse ohne die Unterstützung der Sparkassen-Bürgerstiftung nicht möglich gewesen wäre. Eins konnten Stadt und Heimatverein trotz dieser Unterstütztung nicht stemmen: eine Ausschilderung der Routen. Dies hätte, so berichtete Feldkamp 35 000 bis 40 000 Euro gekostet. Die fehlende Ausschilderung wird mit ausführlichen Tourbeschreibungen auf der Karte kompensiert, die den Radler genügend Orientierungspunkte bietet.
Für den Bürgermeister und den Heimatverein ist das Angebot für Radler nur ein erster Schritt, um Voerde touristisch attraktiver zu machen. Die Stadt mit ihren Reiterhöfen und insbesondere dem Gestüt Hinnemann habe gerade Reitern viel Interessantes zu bieten. Die nächste Aufgabe für den Heimatverein ist also vorgezeichnet.
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