Dinslaken: Pfadfinder mit Zukunftssorgen
VON FLORIAN LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 28.04.2009Dinslaken (RPO). Der Pfadfinderstamm von Sankt Vincentius Dinslaken befürchtet, nach dem Umbau des Johannahauses ohne Sitzungszimmer dazustehen. Vom Kirchenvorstand fühlen sich die Mitglieder vertröstet.
Die Pfadfinder von Sankt Vincentius sind besorgt. Der Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde plant eine Umgestaltung des Johannahauses und die Pfadfinder, die dort ihre Gruppensitzungen abhalten, bangen darum, ob dies dann in Zukunft noch möglich sein wird. Sie wollen Klarheit und das möglichst bald. Doch der Kirchenvorstand vertröstet die Gruppe. Wie berichtet, verhandelt die Kirchengemeinde mit der Stadt über die Unterbringung des Stadtarchivs im Erdgeschoss des Johannahauses, das die Stadt kaufen soll. Das Obergeschoss des Hauses soll zu Wohnungen umgebaut werden.
Brief an den Kirchenvorstand
Runde Sache
Geburtstag Im Juni begeht der Pfadfinderstamm Sankt Vincentius sein 60-jähriges Bestehen.
Programm Die Feierlichkeiten beginnen am Samstag, 13. Juni, mit einer Abendmesse (ab 18.30 Uhr) und einem Konzert auf dem Johannaplatz. Es folgt am Sonntag, 14. Juni, ein buntes Programm von 10 bis 16 Uhr.
Dabei wollen die Pfadfinder eigentlich nur Informationen vom Kirchenvorstand haben, um die Zukunft des Pfadfinder-Stammes Sankt Vincentius in der Gemeinde sichern zu können. "Wir haben einen Brief an den Kirchenvorstand geschrieben", sagte Jörg Delere, Stammesvorstand der Pfadfinder bei deren Versammlung im Pfarrsaal des Johannahauses. "Wir wollten wissen, ob wir nicht vielleicht als Pfadfinder das Jugendzentrum übernehmen oder eine Wohnung im dann umgebauten Johannahaus kaufen könnten", führte Delere weiter aus. Der Kirchenvorstand habe aber nur geantwortet, man würde alle aktiven Gruppen im Johannahaus bei der Planung berücksichtigen – und es wäre noch Zeit, bis die Bauarbeiten am Gebäude beginnen.
Vollendete Tatsachen?
Damit wollen sich die Pfadfinder nicht abspeisen lassen. "Wir lassen uns doch nicht veräppeln", meinte einer der Pfadfinder und erhielt dafür spontan Applaus vom versammelten Stamm.
Dabei sind die Pfadfinder durchaus bereit, sich selbst um ihre Zukunft zu kümmern. "Aber dafür brauchen wir Zeit", betonte Vorstand Jörg Delere, "zum Beispiel, um Geld für eine alternative Bleibe zu sammeln". Und diese Zeit, so deren Befürchtung, könnte den Pfadfindern fehlen, wenn der Kirchenvorstand sie irgendwann vor vollendete Tatsachen stellt.
"Wir wollen mit dem Stamm auf jeden Fall in der Gemeinde bleiben", unterstrich Jörg Delere. Ein Umzug in Räumlichkeiten außerhalb der Kirchengemeinde Sankt Vincentius käme also nicht in Frage.
Trotzdem bleibt die Ungewissheit, wo während des geplanten Umbaus im Johannahaus die Gruppentreffen stattfinden und wo die Ausrüstung der Pfadfinder gelagert werden soll. Kurzfristig könnte man ins ND-Jugendzentrum ausweichen. "Da haben wir direkt nachgefragt, nachdem im Dezember die Pläne für das Johannahaus verkündet wurden", sagt Jörg Delere. Aber das nd-Heim würde im Ernstfall nur eine vorübergehende Notlösung darstellen.
Wahlen
Bei der Stammesversammlung der Pfadfinder wurde auch gewählt: So kam Franziska Vogt als Nachfolgerin von Marco Mierswa in den Vorstand und wird dort nun mit Jörg Delere und Christoph Hilgert zusammenarbeiten – auch was die die Lösung der Zukunftssorgen des Stammes angeht.
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