Dinslaken: Qualität ist garantiert
VON ANGELIKA RITZKA - zuletzt aktualisiert: 01.02.2008Dinslaken (RPO). Die Drogenberatungsstelle des Diakonischen Werks in Dinslaken ist zertifiziert – als erste von 50 Einrichtungen im
Evangelischen Fachverband Rheinland-Westfalen-Lippe. Das Team um Gisela Marx nimmt damit eine Vorreiterrolle ein.217 Hilfesuchende
Im Jahr 2007 zählte die Drogenberatung des Diakonischen Werks Dinslaken 217 Klienten. Darunter befanden sich 150 Methadon-Substituierte. Dazu kamen 220 einmalige Beratungen.
Die Menschen, die die Drogenberatung des Diakonischen Werks in Dinslaken aufsuchen, haben bereits oft versucht, von ihrer Sucht loszukommen. Sie sind überwiegend abhängig von Heroin, Ecstasy oder Cannabis. Geholfen wurde ihnen hier von den Mitarbeitern schon immer. Neu ist jetzt, dass die Beratung sich an bestimmten Qualitätsanforderungen orientiert, die dem Qualitätsmanagementsystem DNQE entsprechen. Seit Dezember vergangenen Jahres ist die Drogenberatung des Diakonischen Werks in Dinslaken zertifitiert und berechtigt, den Titel „Diakonie Fachstelle Sucht“ zu führen.
Dass diese Zertifizierung mehr als ein Blatt Papier bedeutet, machte Wolfgang Schlie deutlich. „Die Beratung soll strukturiert ablaufen und jedem die gleiche Chance geben“, nannte der Qualitätsbeauftragter des evangelischen Fachverbandes Sucht Rheinland, Westfalen, Lippe, das Ziel des Zertifikats. Das bedeutet, dass Hilfesuchende, die, egal an welchem Ort, eine zertifizierte Drogenberatungsstelle der Diakonie aufsuchen, überall die selben Beratungsstandards erwarten dürfen. Außerdem sei die Zertifizierung nicht das Ende eines Prozesses. „Wir werden uns weiterentwickeln und qualifizieren“, kündigte die Leiterin der Drogenberatungsstelle, Gisela Marx, an. Anhand eines Richtlinienhandbuchs, das das Team der Drogenberatung für die Zertifizierung erstellt hat, könne sehr schön abgelesen werden, welche neuen Klienten- und Zielgruppen erschlossen werden können und wie das Team auf sie am besten eingeht.
Die Zertifizierung ist der vorläufige Höhepunkt eines langen Prozesses. Bereits 1997 setzt sich die Drogenberatung verstärkt mit der Qualität ihrer Arbeit auseinander. Seit 2008 nimmt die Dinslakener Drogenberatung am DNQE-Prozess teil, wobei das Kürzel für Diakonie-Netzwerk-Qualitätsmanagementsystem steht. DNQE ist ein vom evangelischen Fachverband Sucht Rheinland, Westfalen, Lippe initiiertes Qualitätsmanagement. Es ist vom Land Nordrhein-Westfalen anerkannt. Die Drogenberatungsstelle im Diakonischen Werk Dinslaken ist als erste von 50 Einrichtungen im Evangelischen Fachverband Rheinland-Westfalen-Lippe im Dezember vergangenen Jahres zertifiziert worden. Sie nimmt eine Vorreiterrolle bei der Qualitätssicherung und beim Qualitätsmanagement ein, betonte Pfarrerin Ruth Levin, beim evangelischen Kirchenkreis Dinslaken zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. „Wir sind jetzt Teil eines Netzwerkes“, freut sich Gisela Marx. Diplom-Sozialarbeiter Ralf Heyden, der zum Team der Drogenberatungsstelle gehört, fügte hinzu: „Früher hat jemand angerufen und wir haben ihm so gut es geht geholfen.“ Heute gebe es Standards, nach denen die Mitarbeiter helfen und unterstützen.
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