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Dinslaken: Realschule wehrt sich gegen Aus

VON JÖRG WERNER - zuletzt aktualisiert: 08.12.2011

Dinslaken (RP). Mit der Errichtung der neuen Sekundarschule sollte die Jeanette-Wolff-Realschule schrittweise aufgelöst werden. Dagegen hat sich jetzt die Schulkonferenz der Schule ausgesprochen. Dennoch spricht viel dafür, dass es so kommt.

Die Jeanette-Wolff-Realschule in der Stadtmitte. Die Schulkonferenz hat sich mit Mehrheit gegen die geplante Auflösung der Schule ausgesprochen.  Foto:  Angelika Barth
Die Jeanette-Wolff-Realschule in der Stadtmitte. Die Schulkonferenz hat sich mit Mehrheit gegen die geplante Auflösung der Schule ausgesprochen. Foto: Angelika Barth

Eigentlich schien alles klar. Bis hin zum Finanzausschuss am Dienstag hatten alle beteiligten Ratsgremien mit großer Mehrheit für die Einrichtung der neuen Schulform Sekundarschule gestimmt. Dann aber hat sich die Schulkonferenz der Jeanette-Wolff-Realschule mit sechs zu vier Stimmen dagegen ausgesprochen, dass ihre Schule, wie geplant, mit der Errichtung der Sekundarschule schrittweise aufgelöst wird.

Kein Votum gegen Sekundarschule

Schuldezernentin Christa-Jahnke-Horstmann erklärte gestern, dass die Schulverwaltung die Stellungnahme der Jeanette-Wolff-Realschule natürlich sehr ernst nehme. Ihres Wissens sei der Beschluss aber nicht als Votum gegen die Sekundarschule zu verstehen, sondern als Wunsch die traditionsreiche Realschule und ihr Schulkonzept erhalten zu wollen.

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Kritik übte CDU-Fraktionschef Heinz Wansing an der Schuldezernentin. Obwohl ihr das Votum der Schulkonferenz vom Montag bekannt gewesen sein müsse, als der Finanzausschuss am Dienstag über die Sekundarschule beriet, habe sie die Information den Politikern vorenthalten. "Darüber", so Wansing, "bin ich im höchsten Maße verwundert."

Das bestätigte auch Dirk Flake, Vorsitzender der Elternpflegschaft der Jeanette-Wolff-Realschule. Dass sich die Dinslakener Schullandschaft verändern müsse, sei angesichts der zu erwartenden Schülerzahlen klar. Die Frage sei aber, ob der Weg, die Jeanette-Wolff-Realschule auslaufen zu lassen, der richtige ist.

Die Schuldezernentin jedenfalls geht davon aus, dass das Verfahren zur Errichtung der Sekundarschule mit den dafür geplanten Schritten seinen Fortgang nimmt. Sichergestellt werde auf jeden Fall, dass alle Schüler der Realschule ihre Laufbahn an dieser Schulform fortsetzen könnten.

Auch der SPD-Schulexperte im Dinslakener Rat, Helmut Weinreich, kann zwar viel Verständnis dafür aufbringen, "dass eine Schule nicht so einfach zustimmt, wenn sie aufgelöst werden soll", dennoch werde seine Fraktion weiter an den Planungen festhalten. Eindeutiger Wille Dinslakener Eltern sei, dass eine Sekundarschule eingerichtet werde.

CDU-Fraktionschef Heinz Wansing dagegen will nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen. Bürgermeister und Schulverwaltung hätten ständig betont, dass der Elternwille und der Schulfrieden oberste Priorität habe. Zumindest letzterer sei gefährdet, wenn die Jeanette-Wolff-Realschule jetzt sang- und klanglos aufgelöst werde.

Seine Fraktion werde das Thema noch einmal intensiv erörtern, gerade auch mit Blick darauf, dass für die Dinslakener Schulen gleiches Recht gelten müsse. Der Hiesfelder Realschule sei schließlich von Anfang an zugesichert worden, dass sie gegen ihren Willen nicht aufgelöst werde.

SPD-Schulpolitiker Weinreich sieht dagegen einen Unterschied zwischen den beiden Realschulen. Anders als die Jeanette-Wolff-Realschule sei die Hiesfelder auf längere Sicht überlebensfähig.

Quelle: RP


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