Hünxe: Rocken mit der ganzen Familie
VON FLORIAN LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 27.06.2011Hünxe (RP). Beim Rock-and-Bike Festival in Hünxe gab es nicht nur Gitarrenmusik zu hören und Motorräder zu bestaunen. Der Verein Freeway hatte auch den jungen Besucher des Festivals einiges zu bieten.
Der Klang verzerrter E-Gitarren tönt über das Festival-Gelände in der Nähe von Haus Ossenberg in Hünxe. Die Status-Quo-Coverband "PureQuo" heizt dem Publikum mit Hits der Marke "Whatever you want" oder "Rockin' all over the world" ein. Vor der Bühne üben sich einige Festivalbesucher im Luftgitarrenspiel oder tanzen zur Rockmusik. Dabei fällt schnell auf, dass sich hier ein bunt gemischtes Publikum tummelt. Hier treffen beinharte Biker auf Normalbürger aus der Nachbarschaft und ergraute Vollbärte der Marke ZZ Top auf Familien mit Kindern. Letztere haben auf dem Festivalgelände genug zu tun, zum Beispiel auf der Hüpfburg, die in Sichtweite der Eltern, die vor der Bühne stehen, aufgebaut ist. "Es sind vielleicht ein Drittel der Besucher mit dem Motorrad hier", sagt Festival-Veranstalter Jürgen Linkner vom "Freeway"-Verein zur Kulturförderung am Niederrhein.
Rock and Bike
Festival Zum neunten Mal fand das Rock-and-Bike rund um das Restaurant Haus Ossenberg statt.
Anfänge Es begann mit einer kleinen Bühne direkt am Restaurant. Entwicklung Mittlerweile bietet der Verein "Freeway" ein Gelände mit Campingplatz und eine größere Bühne an.
Nachbarn und Rockfans
Über das gemischte Publikum freut sich Jürgen Linkner. "Es ist schön, dass so viele Menschen aus der Nachbarschaft oder der Umgebung ihren Weg hierher finden", sagt er. Aus der Nachbarschaft ist auch Martina Schrebe zum Rock-and-Bike gekommen. "Ich bin nur zu einer kurzen Stippvisite hergekommen aber es hat mir gut gefallen", sagt sie. Aus Dinslaken hat Helmut Diederichs nach Hünxe gefunden. "Ich wollte mir Repression ansehen. Die Band kenne ich schon lange und wollte mir ihren Auftritt wieder einmal live anschauen", sagt der 60-Jährige, der das Festivalgelände schon scherzhaft als "Klein Wacken" bezeichnet, in Anlehnung an die Kommune Wacken in Schleswig-Holstein, wo mit dem Wacken Open Air jährlich das größte Metal-Festival der Welt stattfindet. "Die Atmosphäre hier ist gut, und es läuft immer alles ruhig ab", lobt Diederichs das Festival.
Im Vergleich zu einem reinen Musikfestival ist das Angebot auf dem Rock-and-Bike natürlich überschaubar. Zehn Bands spielen hier an zwei Tagen auf. "Wir sind bemüht, Gruppen aus der Umgebung bei uns auftreten zu lassen", sagt Jürgen Linkner. Rund 80 Bands haben sich für die Plätze auf der Bühne beworben.
Für jeden etwas
Doch es gibt hier mehr als nur Musik. Beim "Bike-Contest" können die Rocker in fünf verschiedenen Kategorien ihre Motorräder von einer Jury bewerten lassen. Daneben locken an verschiedenen Ständen weitere Angebote die Besucher an. Hier gibt es nicht nur Helm und Klamotten für angehende und gestandene Motorradfahrer, sondern auch Schmuck und Sonnenbrillen zu kaufen. Wer möchte, kann sich auch über die neusten Trends bei Tätowierungen informieren oder einfach seine Bratwurst am Grillstand genießen.
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