Dinslaken: Runder Tisch soll’s richten
VON JÖRG WERNER - zuletzt aktualisiert: 17.05.2007Dinslaken (RPO). Ein runder Tisch, besetzt mit Verwaltung, Sportpolitikern, Stadtwerken Vereins- und Schulvertretern, soll klären, wie es mit den Plänen für ein neues Hallenbad im Volkspark weitergeht. Dies beschloss gestern der Sportausschuss.
Fünf Varianten
Fünf Varianten hat die Hallenbad-Studie untersucht. Die preisgünstigste liegt bei rund 6,3 Millionen, für die teuerste beziffern die Planer die Baukosten auf fast 13 Millionen Euro.
Dass der Sportausschuss gestern noch keine Entscheidung treffen würde, war von vorneherein klar. Dennoch brachte die Sitzung die Diskussion um das neue Hallenbad im Volkspark voran. Die Schwimmvereine und die Schulen werden am runden Tisch Gelegenheit haben, ihre Vorstellungen einzubringen. Klaus Denkmann, Vorsitzender des Schwimmclub Dinslaken, zeigte sich im Anschluss an die Sitzung entsprechend zufrieden. „Das ist das Vernünftigste“, kommentierte er den Beschluss der Sportpolitiker.
Klar ist schon jetzt, dass eine Sanierung des bestehenden Hallenbades – die laut Machbarkeitsstudie kostengünstigste Lösung – dazu führen wird, dass der Schul- und Schwimmsport während der dann etwa 18 bis 20 Monate dauernden Bauphase zum Erliegen kommt. Auf Nachfrage der Politik stellte Sportdezernent Klemens Schmand noch einmal eindeutig fest, dass es keine Möglichkeit gibt, den Schul- und Schwimmsport für eine Übergangszeit in Nachbarkommunen zu verlagern. Dafür, das hätten Nachfragen ergeben, reichten die dortigen Bäderkapazitäten einfach nicht aus. In Duisburg beispielsweise seien einige Hallenbäder geschlossen worden.
Mittel begrenzt
Klar ist andererseits auch, dass die Mittel der Stadt begrenzt sind. Schmand geht davon aus, dass die Neubaukosten „deutlich unter zehn Millionen Euro“ liegen müssen.
Mit den vorliegenden Machbarkeitsstudien als Grundlage soll der runde Tisch nun klären, was möglich ist. Wie berichtet, hatten die Vereine darum gebeten, zu prüfen, ob sich ein Hallenbad mit einer 50- Meter- Becken statt der bislang vorgesehenen 25-Meter-Bahnen verwirklichen lässt und vorgeschlagen, dafür dann auf eine Sprunganlage zu verzichten. Die CDU-Fraktion hatte ebenfalls im Vorfeld Anregungen zu den Planungen öffentlich gemacht. Sie schlägt beispielsweise vor, eine gastronomisches Angebot im Bad zu ermöglichen und zu prüfen, ob eine attraktivere Wasserrutsche eingebaut werden kann.
Aber auch wenn die Politik und die Vereinsvertreter sicher noch viele Ideen beizutragen haben, drängt die Verwaltung auf eine zügige Entscheidungsfindung. Bis nach den Sommerferien, so erklärte Schmand, will die Verwaltung der Politik einen beschlussfähigen Vorschlag präsentieren können.
Zeitgleich sollen die Vorbereitungen zur Gründung einer Bädergesellschaft als Tochter der Stadtwerke laufen, die dann den Bau des neuen Bades und den künftigen Betrieb übernehmen soll. Deswegen sollen auch die Stadtwerke zum runden Tisch geladen werden.
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