Dinslaken: Sankt Franziskus erweitert
VON HEINZ SCHILD - zuletzt aktualisiert: 30.09.2008Dinslaken (RPO). Die Arbeiten am dreigeschossigen Anbau an das Sankt-Franziskus-Altenpflegeheim schreiten zügig vor. Im Juli nächsten Jahres soll der neue Trakt bezugsfertig sein, danach beginnt der Umbau des bestehenden Gebäudes.
Planung
Die Erweiterung und der Umbau des Sankt Franziskus Altenpflegeheimes wurden von dem Architekten Johannes Füchtenkord aus Langenfeld geplant. Nachdem der Landschaftsverband Rheinland die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens bestätigte, genehmigte der Kreis Wesel die Baumaßnahme.
Ende April, Anfang Mai konnte mit der Erweiterung des Altenpflegeheimes an der Straße In der Donk begonnen werden. Der Anbau befindet sich am Ostflügel der bestehenden Einrichtung, die nach Beendigung der Bauarbeiten über 800 Quadratmeter mehr Raum verfügen wird, wie Heimleiter Winfried Kopp gestern im RP-Gespräch berichtete. Ziel ist es, künftig noch besser auf die verschiedenen Interessen der Bewohner des Altenpflegeheimes eingehen zu können.
Auch nach der Erweiterung wird das Haus wie bisher über 100 Plätze verfügen, denn die Bettenzahl bleibt konstant, doch werden das Raumangebot und die Aufenthaltsmöglichkeiten für die Bewohner deutlich ausgebaut. Die Zahl der Doppelzimmer wird reduziert. Künftig wird das Altenpflegeheimes nur noch über insgesamt acht Zweibettzimmer verfügen, die übrigen sind Einzelzimmer. Ging man früher davon aus, dass in Doppelzimmern bei Senioren das Gefühl der Isolation seltener aufkommt, so wird das Einzelzimmer heute bevorzugt, da es dem Heimbewohner die Möglichkeit des Rückzugs in die eigenen vier Wände ermöglicht. Die Kontaktaufnahme zu anderen kann auf freiwilliger Basis in den Gemeinschaftsräumen geschehen.
14 Plätze im Wachkomabereich
In den drei Wohnbereichen der stationären Altenhilfe leben insgesamt 86 Männer und Frauen, die übrigen 14 Plätze sind für den Wachkomabereich bestimmt. In Sankt Franziskus setzt man auf kleine und überschaubare Bereiche. Sie eröffnen die Möglichkeit, die Bewohner in kleinen Gruppen zu betreuen, in denen sie sich wohlfühlen sollen, verdeutlichte Winfried Kopp das Konzept des Hauses
Durch das künftig wesentlich großzügigere Raumangebot und das neue Wohnkonzept sollen die Erkenntnisse der modernen Pflegewissenschaften umgesetzt werden, wo die Grenzen zwischen Wohn- und Pflegeeinrichtung verschwinnen. Dazu gehört auch, dass demenziell erkrankte Senioren in einem Wohnbereich untergebracht werden. Jeder der drei Wohnbereiche wird später über eine eigene Loggia verfügen, die es den Senioren im Sommer ermöglicht, sich dort an der frischen Luft aufzuhalten. Im Erdgeschoss des Anbaus werden zusätzliche funktionale Räume für Physio- und Musiktherapie geschaffen.
Ist der Anbau fertig, dann beginnt im Juli des nächsten Jahres der Umbau des bestehenden Gebäudes. Die Gesamtkosten für das Projekt bezifferte Winfried Kopp auf 2,2 Millionen Euro.
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