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Dinslaken: Sie tun was fürs Klima

VON JÖRG WERNER - zuletzt aktualisiert: 24.01.2008

Dinslaken (RPO). Für die Jury war’s keine leichte Aufgabe. Die Dinslakener Schüler haben jede Menge pfiffige Ideen zum Schutz des Klimas. Gestern erhielten die Sieger im Klimawettbewerb der Stadtwerke und der Rheinischen Post ihre Preise.

Abordnungen der Siegerteams beim Klimawettbewerb, begleitet von ihren Lehrern, nahmen gestern bei den Stadtwerken ihre Preise entgegen.  Foto: RPO
Abordnungen der Siegerteams beim Klimawettbewerb, begleitet von ihren Lehrern, nahmen gestern bei den Stadtwerken ihre Preise entgegen. Foto: RPO

Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Thomas Götz machte noch einmal klar, worum es geht: „Global denken und lokal handeln, also erkennen, wie sich das Klima weltweit ändert, was dies für Auswirkungen hat und wo die Ursachen des Klimawandels liegen und dann jeder für sich das tun, was er tun kann, um das Klima zu schützen.“

Genau das, so attestierte es ihnen der Stadtwerkechef, haben die Dinslakener Schülerinnen und Schüler, die sich am großen Klimawettbewerb des städtischen Versorgungsunternehmens und der Rheinischen Post beteiligt haben, getan. Dafür erhielten sie gestern den verdienten Lohn.

Im Empfangsraum im alten Gaswerk der Stadtwerke überreichten Dr. Götz und RP-Redaktionsleiter Jörg Werner Urkunden und Geldpreise.

Info

Sonderpreis

Die Schüler des Hiesfelder Gymnasiums können sich nicht nur über den ersten Preis und 300 Euro freuen. Bekanntlich haben die beiden örtlichen SPD-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Grotthaus und Hans-Ulrich Krüger ihren Parteifreund, Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, dafür gewinnen können, die Schirmherrschaft über den Wettbewerb zu übernehmen. Jetzt laden die beiden Abgeordneten drei Schüler des Siegerteams und einen Lehrer nach Berlin ein, wo sie, wenn es sich terminlich einrichten lässt, Gelegenheit haben werden, ihr Projekt dem Minister vorzustellen.

Die Jury, die am Freitag über die Arbeiten der Schüler beraten hatte, stand vor keiner leichten Aufgabe. Die beiden Grundschulen, die sich am Wettbewerb beteiligt hatten, beispielsweise hatten sich jede auf ihre Weise etwas Besonderes einfallen lassen. Die Klasse 4 a der Averbruchschule hatten Schilder und Plakate zum Thema entworfen, kleine Bildgeschichten zum sparsamen Umgang mit Energie erstellt und dies zu einem überzeugenden Internetauftritt zusammengestellt.

Von der Gartenschule hatten sich gleich alle vierten Klassen im Rahmen eines Schulprojekts mit dem Thema beschäftigt. Die Schüler erstellten ein Klimawörterlexikon, machten mit Plakaten auf dem Wochenmarkt auf das Thema aufmerksam, und machten eine Umfrage zum Thema „Stromverbrauch“.

Unterschiedliche Konzepte, mit jeweils überzeugenden Ergebnissen fand die Jury und vergab an beide Schulen einen ersten Preis, jeweils mit 300 Euro dotiert. Als einzige aus der siebten Jahrgangsstufe hatte sich Schüler der Ernst-Barlach-Gesamtschule in den Wettbewerb gewagt. Für ihre inhaltlich wie gestalterisch gut aufbereiteten Vorschläge zum Energieeinsparen an ihrer Schule erhielten sie einen Sonderpreis in Höhe von 100 Euro. Schwer fiel die Entscheidung zwischen den Schülern der 9 a der Volksparkschule und denen aus den Klassen 8, 9, und 10 der Jeanette-Wolff-Realschule. Hier sah die Jury die Volksparkschüler, die sich als Energiedetektive auf die Suche nach Wärmelecks und den Quellen von Energieverschwendung gemacht hatten, knapp vorn: 1. Preis, 300 Euro. Die Jeanette-Wolff-Realschüler erhielten für die Ergebnisse der Projektwoche, in der sie sich dem Thema auf vielfältigste Weise gewidmet hatten den 2. Preis und 200 Euro. Ein 2. Preis und 200 Euro ging auch an die 10 c des Otto-Hahn-Gymnasiums. In vier Arbeitsgruppen hatten sich die Schüler Gedanken über unterschiedliche Aspekte des Themas gemacht und eine die Jury überzeugende Powerpointpräsentation erstellt.

Das ehrgeizigste Projekt hat sich die Arbeitsgemeinschaft der 10 a des Gymnasiums in Hiesfelder Gustav-Heinemann-Schulzentrum vorgenommen. Die Schüler haben sich nicht nur intensiv mit dem Strom- und Wärmesparen befasst, sondern sind auch ganz praktisch aktiv geworden. Ihr Gymnasium soll eine Photovoltaikanlage bekommen.

Die Schüler haben detaillierte Pläne entwickelt, und sind mit vielerlei Aktivitäten – Spendenlauf, Kuchenverkauf, Trödelmarkt, Tombola und vieles mehr – dabei, die Finanzierung des Projekts sicherzustellen. Die 300 Euro, die sie für den ersten Platz beim Klimaschutzwettbewerb bekamen, sind da ein weiterer Finanzierungsbaustein. Zudem versprach Stadtwerkechef Dr. Thomas Götz, das Vorhaben der Schüler auch weiter zu unterstützen.

Quelle: RP

 
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