Dinslaken-Hiesfeld: Signet für "verlässlich geöffnete" Dorfkirche
VON ANNA BLASWICH - zuletzt aktualisiert: 28.04.2009Dinslaken-Hiesfeld (RPO). Im Eingangsbereich der Hiesfelder Dorfkirche steht unter dem Titel "Sich öffnen" ein Spruch: "Sie sind hier hereingekommen vielleicht, weil Sie einen Augenblick ausruhen wollen, weil Sie Stille suchen . . ." Dieser Text beschreibt die Kirche sehr gut, denn sie ist ein Ort, der auch außerhalb der normalen Gottesdienstzeiten für jeden geöffnet ist. An fünf Tagen in der Woche ist die Kirche für mindestens vier Stunden eine Stätte, die Ruhe bietet und den Weg frei macht, sich selbst und Gott zu finden oder aber auch nur, um sich ein bisschen von Lärm und Hektik des Alltags zu erholen.
Stolzer Pfarrer
Genau das sind die Kriterien, die eine Kirche erfüllen muss, um das Signet "verlässlich geöffnete Kirche" zu erhalten. Pfarrer Friedhelm Waldhausen ist stolz und sieht sich mit allen Menschen verbunden, die in der Dorfkirche je Ruhe suchten, beteten und sangen – und mit allen, die noch kommen könnten. Er sagte: "Wir gehören alle zusammen. Hier atmet das pralle Leben in seiner Vielfalt." Die Frage nach Gottes Wohnort wurde zwar nicht eindeutig beantwortet, sein Geist und seine Größe sollen aber in der Dorfkirche spürbar sein.
Karin Wendtland, Mitarbeiterin des Presbyteriums und Jugendleiterin, schilderte diese Beobachtung: "Die Kirche wird in der letzten Zeit wieder sehr viel wichtiger im Leben der Menschen, und wir können sie und den Glauben nur erhalten, wenn wir die Türen öffnen."
Blaues Quadrat auf der Spitze
Nach einem kurzen Einblick in die Geschichte der Dorfkirche und den Erzählungen von Hiesfeldern über die dort gefeierte Silberhochzeit, eine Taufe von 16 Menschen am selben Tag oder der Rückkehr der Glocken vor gut 60 Jahren, enthüllten Pfarrer Friedhelm Waldhausen und Stephan Teichmann, Diakon des Arbeitsbereiches Kirche in der Freizeitwelt, das an der offenen Tür befestigte Signet: Es zeigt ein blaues Quadrat, das auf der Spitze balanciert und im Innern eine Kirche mit weit geöffneten Toren, die nicht allein durch ihre weiße Farbe schon sofort an die Hiesfelder Dorfkirche erinnert.
Um den neuen Schutzraum vor Stress und Eile feierlich einzuweihen, spielte der Posaunenchor Hiesfeld freudige Lieder und begleitete die Gäste beim Anstoßen mit Sekt in einen gemütlichen Abend mit Gesprächen und eben der Gemütlichkeit und Ruhe, die die Kirche auch in Zukunft ermöglichen will.
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