Dinslaken-Hiesfeld: Sonne ließ Kassen klingeln
VON LENA STEEG - zuletzt aktualisiert: 26.03.2007Dinslaken-Hiesfeld (RPO). Ob hoch zu Ross oder doch nur zu Fuß: Der traditionelle Hiesfelder Klöntag war bei strahlendem Sonnenschein ein echter Erfolg. Es wurde gequatscht, geschlemmt und Dank der geöffneten Geschäfte auch viel gekauft.
Preise zu gewinnen
Neben allerlei kulinarischen Überraschungen hielt der Hiesfelder Klöntag auch einige handfeste Präsente für seine Besucher bereit. Wer am Vormittag beim Dinslakener Stadtmarathonlauf eine Teilnehmerkarte an den Infoständen von DIN@MIT oder „Sport Birkner“ ausgefüllt hatte, durfte bei der großen Losziehung auf einen tollen Preis hoffen.
„Das ist fast so wie auf der Kirmes. Nur cooler, weil’s nicht immer bloß im Kreis geht!“ Die fünfjährige Joana aus Oberlohberg ist entzückt. Glucksend und strahlend wippt sie auf der gutmütigen Stute Nina hin und her, zeigt auf dieses Karussell und jenen Würstchenstand. Das Baby- und Kindermodengeschäft „Très Jolie“ hatte mit dem Hünxer Reiterhof „Ressing“ das Ponyreiten organisiert. Mit Erfolg bei Joana. Doch nicht nur die fand Gefallen am traditionellen Hiesfelder Klöntag. Der war, wie in jedem Jahr, von der Werbegemeinschaft des Ortsteils organisiert worden und bot seinen Besuchern neben allerlei Gastronomieständen und Sonderangeboten eine herrlich ausgelassene Straßenfest-Stimmung.
Einige Probleme indes hatten die Nicht-Hiesfelder, denn die freien Parkplätze rund um den urigen Dorfkern waren knapp bemessen. Doch bei strahlendem Sonnenschein und trotz des durch die Sommerzeit-Umstellung etwas angeknacksten Biorhythmus’ machte auch ein kleiner Fußmarsch viel Freude. Schon von Weitem ertönte gesellige Bierzeltmusik, und der Duft nach knackigen Krakauern bahnte sich spätestens ab Beginn der Fußgängerzone unaufhaltsam seinen Weg in die Nasen.
Die hatten die meisten Klöntag-Besucher jedoch ohnehin zielsicher Richtung Sonne gewandt. Ob im voll besetzten Außenbereich der Bäckerei „Ortjohann“ oder im benachbarten Eiscafé – die Freude über den Frühling war dabei so groß, dass einige Übermütige ihre Jacken gleich ganz zu Hause gelassen hatten.
Joana, die mittlerweile auf der Hälfte der Fußgängerzone angekommen ist und unterwegs eine Menge neuer Anregungen gesammelt hat („Da müssen wir gleich unbedingt hin!“), ist völlig hingerissen von ihrem Mädels-Nachmittag mit Mama Silvana-Maria und Oma Heidi.
Hundedame Bijou ist außer sich, weiß sie doch ob der vielen, von den Straßenständen ausgehenden Gerüche, überhaupt nicht mehr, wo sie als erstes Schnuppern soll. Brauch sie aber auch nicht, die Wanderroute gibt nämlich Oma Heidi vor. „Ich hab ja schon Übung. Ist schließlich nicht so, als ob wir die Runde heute zum ersten Mal drehen, nicht wahr, Joana?“ Ihrer Enkelin jedoch bleibt gerade keine Zeit für einen schuldbewussten Blick, sie nutzt die gute Sicht vom hohen Ross und schmiedet Pläne für den Nachmittag. Versüßen wird ihr den André Durow vom Optikergeschäft „Durow“. Der ist in einem flauschigen Hasenkostüm und mit einem Korb voll Schoko-Osterhasen unterwegs. Ob er damit bei Joana jedoch den Pferde-Bonus ausstechen kann, ist mehr als fraglich.
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