Dinslaken: SPD-Basis soll Kandidaten bestimmen
zuletzt aktualisiert: 16.03.2007Dinslaken (RPO). Horst Vöge oder Michael Heidinger? Die Frage, wer von beiden bei der Kommunalwahl 2009 in Dinslaken für die SPD als Bürgermeisterkandidat ins Rennen geht, soll nicht länger Sache des SPD-Stadtverbands sein. Statt der Delegierten sollen nun alle Mitglieder der drei Ortsvereine darüber abstimmen. Vor dem Entscheid steht allerdings das Mitgliederbegehren. Das müssen zunächst einmal zehn Prozent aller Dinslakener Genossen unterschreiben. Mit dem Unterschriftensammeln hat die SPD bereits begonnen. Begründet wird der Vorschlag mit dem seit einer Woche zwischen Heidinger und Vöge offen geführten Machtkampf um die Bürgermeisterkandidatur. „Die öffentliche Diskussion über die bereits jetzt bekannt gewordenen Kandidaten“, heißt es auf dem Vordruck für das Mitgliederbegehren, habe unter den SPD-Mitgliedern „ein breites Interesse“ an der Frage geweckt, wer gegen die amtierende CDU-Bürgermeisterin Sabine Weiss antreten soll.
Der SPD-Stadtverbandsvorstand will eine schnelle Antwort. Schon in der für April geplanten Stadtverbandsversammlung soll eine Kandidatenentscheidung auf den Tisch. Die SPD verspricht sich von dieser „Urwahl“ zugleich einen höheren Mobilisierungsgrad für den Kandidaten bei der Kommunalwahl 2007.
Genügend Unterschriften für eine außerordentliche Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Nord liegen mittlerweile vor. Der Termin für die Versammlung steht: Am 29. März soll es um die Abberufung des Vorsitzenden Uwe Friebe gehen. Der Versuch, Friebe bei einer außerordentlichen Vorstandssitzung abzuwählen, war am Montagabend mit acht zu sieben Stimmen gescheitert. Diese Entscheidung versucht das Heidinger-Lager im Ortsverein Nord nun mit einer Basisentscheidung zu kippen. Begründung: Friebe habe sich nicht für die Kandidatur Heidingers ausgesprochen, obwohl der Ortsvereinsvorstand beschlossen hatte, den Fraktionschef als Bewerber um den Chefsessel im Rathaus zu unterstützen. Wie berichtet, sieht Friebe die Sache anders. Die Tatsache, dass auch Horst Vöge seinen Hut in den Ring geworfen habe, verändere die Situation. Nun gebe es zwei Bewerber. Beide verdienten eine Chance. Dem 29. März sieht er gelassen entgegen.
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