Dinslaken: Stipendium mit 17 Jahren
VON LENA STEEG - zuletzt aktualisiert: 03.07.2009Dinslaken (RPO). Die Roland Berger Stiftung vergibt in Berlin, Brandenburg, Oberbayern und dem Ruhrgebiet 140 Stipendien an Schülerinnen und Schüler, 14 an Studenten. Die 17-jährige Dinslakenerin Fitore Hasani ist eine von ihnen.
Dinslaken/münchen Fitore Hasani war aufgeregt, als sie sich mit einigen Mit-Stipendiaten in den Zug nach München setzte. "Ich war wirklich nervös; besonders, weil wir Roland Berger persönlich trafen", sagt die 17-Jährige. Sie sitzt im Schneidersitz auf dem heimischen Sofa in Dinslaken und erzählt munter von dem zweiseitigen Aufsatz, den sie der Bewerbung hatte beilegen müssen. "Die meisten der 32 Stipendiaten aus Nordrhein-Westfalen kenne ich schon von einem Kennenlernwochenende in Witten. Wir trafen uns dann am Essener Hauptbahnhof und blieben für zwei Tage in München."
Finanzielle Hilfe
Neben Weiterbildungsmöglichkeiten unterstützt die Roland Berger Stiftung die Stipendiaten auch finanziell. Zuschüsse für Nachhilfe, Lehrmaterialien und Klassenfahrten werden auf Antrag zur Verfügung gestellt.
Studenten werden darüber hinaus mit studienrelevanten Finanz- und Sachmitteln bis hin zur Übernahme von Studiengebühren gefördert.
"Fit für Verantwortung"
Der erfolgreiche Unternehmer Roland Berger (Unternehmensberatung), Stiftungsgründer und Vorsitzender des Kuratoriums, hat die Stipendiaten des Programms "Fit für Verantwortung" in München persönlich begrüßt. Das von ihm initiierte Programm unterstützt begabte Kinder und Jugendliche aus finanziell benachteiligten Familien mit einem individuellen Förderkonzept bis zur allgemeinen Hochschulreife und auch im Studium.
Aus mehr als 600 Bewerbern wurden innerhalb der vergangenen Monate 154 Stipendiaten im Alter zwischen sechs und 25 Jahren ausgewählt. Sie kommen aus den Modellregionen Berlin, Brandenburg, Oberbayern und dem Ruhrgebiet. Das Ziel der Roland Berger Stiftung ist, mehr Bildungsgerechtigkeit für begabte junge Menschen in Deutschland zu schaffen. Voraussetzungen sind Begabung, Motivation und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Diese Bereitschaft wurde auch bei Fitores Vorstellungsgespräch in Düsseldorf im März genau abgefragt. "Ich habe erzählt, dass ich Streitschlichterin an unserer Schule bin und außerdem Klassensprecherin."
Ab dem kommenden Schuljahr wird Fitore die Oberstufe der Gesamtschule Hünxe besuchen. "Ich will auf jeden Fall mein Abitur machen und anschließend Englisch studieren. Ich habe ganz konkrete Vorstellungen von meiner Zukunft."
Und sie hat Glück, findet sie. "Meine Eltern kommen aus dem Kosovo. Sie hatten nie die Möglichkeit, sich so zu bilden, wie sie es vielleicht gewollt hätten."
Individuelle Unterstützung
Bestandteile des Programms, in das Fitore nun dank ihres Stipendiums aufgenommen ist, sind beispielsweise fachlicher Einzelunterricht, Seminare, Praktika sowie persönliche Betreuung durch ein Netzwerk von ehrenamtlichen Mentoren in ihrer Umgebung.
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