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Dinslaken: Sturm kam ohne Vorwarnung

VON SEBASTIAN MÜHLEIS - zuletzt aktualisiert: 24.07.2009

Dinslaken (RPO). Nach dem schweren Unwetter war gestern in Dinslaken Aufräumen angesagt. DIN-Service, Feuerwehr und Polizei hatten reichlich zu tun.

Mit Hilfe von Traktoren und Mini-Baggern wurden die Baumstämme und Äste von den Straßen und Wegen abgefahren.   Foto: RPO
Mit Hilfe von Traktoren und Mini-Baggern wurden die Baumstämme und Äste von den Straßen und Wegen abgefahren. Foto: RPO

Er kam ohne jede Vorwarnung und entgegen jeder Vorhersage: In der Nacht zum Mittwoch fegte ein heftiger Sturm über Dinslaken hinweg, riss Bäume um, brach Äste ab und sorgte für überflutete Keller. Der Hagenbezirk rund um die Gneisenaustraße und am Rotbach war am stärksten betroffen. Von dort ging auch das Gros der Schadensmeldungen bei Stadt, Feuerwehr und Polizei ein.

"Wir haben für unsere Region leider keine Sturmwarnung erhalten. Und auch der Wetterbericht gab keinerlei Hinweise", zeigte sich Frank Moselewski, Leiter des DIN-Service, überrascht – aber seine Mitarbeiter seien ja für alle Zwischenfälle gewappnet.

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Glimpflich

Im Vergleich zu den Schäden in Dinslaken, kamen sowohl Voerde als auch Hünxe noch glimpflich davon. In beiden Fällen meldeten Polizei und Feuerwehr "alles ruhig". Auch in der Nacht, als der Sturm am schlimmsten wütete, gingen keine Meldungen bei den Dienststellen ein.

Und so schwärmten die Arbeiter des DIN-Service bereits ab Dienstbeginn um 6 Uhr mit Lastern, Mini-Baggern, Traktoren und Häckslern in alle Richtungen Dinslakens aus – natürlich zusätzlich mit Schaufeln, Äxten und Kettensägen "bewaffnet". Etwa in die Feldstraße, wo sie die Baumkrone eines "angeknacksten" Baums herausschneiden mussten, damit sie nicht auf Passanten oder ein vorbeifahrendes Auto stürzt. An etlichen Stellen im Stadtgebiet hätten Bäume gefällt oder gestutzt werden müssen, sagte Moselewski.

Als hartnäckiger erwies sich für den DIN-Service ein Baum, der in den Rotbach stürzte. Hier reichte es nicht einfach aus, den Baum zu zersägen, und die Teile lose davontreiben zu lassen, da sie sich an anderer Stelle wieder hätten festsetzen können. Also nahmen die DIN-Service-Mitarbeiter den Kampf mittels eines Mini-Baggers auf. An dessen Schaufel befestigten sie ein Seil, mit dem sie einen Teil des Baumstammes heraus hieven wollten. Doch das Seil hielt der Belastung nicht stand, und so ging der Plan erst auf, als ein Stahlseil gebracht wurde, und der Stamm in kleinere Stücke zersägt wurde. Wie die Zahnräder eines Uhrwerks griffen die sechs Beteiligten dabei ineinander: Während der Baggerführer den Stamm mittels Fernbedienung aus dem Wasser holte, stabilisierten zwei Kollegen an den Seiten, während die übrigen DIN-Service-Mitarbeiter schon am Rest des Baums im Wasser arbeiteten. Das wiederholte sich einige Male, dann war es geschafft.

Die Unfallgefahr sei heute bereits wieder beseitigt, so Moselewski, einzig die Abfuhr des vielen Grünschnitts, der sich im Laufe des gestrigen Tages ergab, könne noch ein bis zwei Tage in Anspruch nehmen – es sei denn, weitere Stürme in den kommenden Tagen sorgen für neue Aufräumarbeit. "Davon gehen wir aber erst einmal nicht aus", meinte Moselewski.

Deutlich weniger zu tun als der DIN-Service hatten die Dinslakener Feuerwehr und die Polizei. Christian Tholl, Sprecher der Dinslakener Feuerwehr, berichtete von mehreren Baumschäden, zu deren Beseitigung die Wehr ausrücken musste. "Bäume oder Äste sind auf die Straßen gefallen, außerdem ist an der Fuchsstraße der Blitz in einen Baum eingeschlagen. Sonst waren es eher normale Sturmschäden", sagte Tholl. Außerdem mussten drei Keller ausgepumpt werden. Menschen sind in der Nacht nicht zu schaden gekommen.

Quelle: RP

 
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