Dinslaken: Udo Lindenberg gibt Starthilfe
VON FRITZ SCHUBERT - zuletzt aktualisiert: 28.07.2010Dinslaken (RPO). Ab September gibt es im Tannenhäuschen Rhythm & Art: Zur Eröffnung der Musikakademie mit Kunstgalerie von Bertram Engel und seiner Frau Petra Plassmann-Engel kommt das Panikorchester samt malendem Chef.
wesel Malende Musiker gibt es viele. Herman van Veen, Frank Zander, Helge Schneider, Ramona Leiß gehören dazu. Alle werden vertrieben über die Walentowski-Galerien und könnten bald im Tannenhäuschen zu sehen sein. Vielleicht auch zu hören. Wie Udo Lindenberg, der mit Teilen seines Panikorchesters Anfang September (siehe Info) Starthilfe für eine bislang wohl einzigartige Kombination von Musikakademie und Kunstgalerie gibt. Rhythm & Art heißt das Geschäftsmodell, das in der vergangenen Woche bekannt wurde (RP berichtete) und gestern detailliert vorgestellt wurde. Hotelchefin Christiane Hetzel freut sich auf die Zusammenarbeit mit Bertram Engel und seiner Frau Petra Plassmann-Engel.
Trommelworkshops
Bertram Engel ist seit über drei Jahrzehnten Schlagzeuger in Udo Lindenbergs Panikorchester, spielt außerdem mit Peter Maffay. Im Tannenhäuschen bekommt er einen Kellerraum für Trommel-Wochenendworkshops, die er selbst gibt oder namhafte Freunde bestreiten. Alle drei Monate ist eine Vernissage mit Künstlern aus dem Walentowski-Fundus geplant. Mit eigenen Galerien ist der Großhändler übrigens unter anderem im Berliner Adlon und dem Dresdener Taschenbergpalais vertreten. In dieser Elite-Riege fühlt sich Hetzel mit dem Tannenhäuschen gut aufgehoben. Zur Musik- und Kunstschule (MKS) will Engel übrigen "keine Konkurrenz" aufbauen, eher Weiterbildung und Spezialisierung bieten. Der beste MKS-Schlagzeuger soll jährlich mit einer Engel-Stunde ausgezeichnet werden.
Bilder und Schmuck
Teil zwei des Konzeptes bestreitet Petra Plassmann-Engel, die von 1968 bis 1984 in Wesel lebte und als Sextanerin am Mädchengymnasium von Paten-Schülerin Christiane Hetzel an die Hand genommen wurde. Plassmann-Engel wird nahe dem Haupteingang des Hotels eine Galerie für Bilder und Schmuck betreiben – täglich geöffnet. Nach Jahren auf Mallorca und in Köln hat sie in der alten Heimat ein Heim gesucht und es im August 2009 mit ihrem Mann in Wesel gefunden. Als Standort für Rhythm & Art, so Bertram Engel, habe man auch mit Familie Beichert von Schloss Diersfordt verhandelt. Man sei aber nicht übereingekommen. Auch seien Räume nicht fertig gewesen. Engel: "Wir wollen das aber jetzt machen." Das Okay von Lindenberg für Erscheinen mit Band kam per SMS: "Konzept ist geil. Ahoi, bin dabei."
Trommeln und Wellness
Zum Konzept gehören Paketangebote von Trommelworkshop, Hotelübernachtung und Wellness. Teile der Rhythm & Art-Erlöse sollen dem Good-Hope-Förderverein (Halle) zugutekommen, dessen Vorstandsmitglied Thomas Biermann gestern ebenso dabei war wie Heinrich Walentowski.
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