Dinslaken: Warum es im Odenwald Lamas gibt
zuletzt aktualisiert: 04.08.2007Dinslaken (RPO). 95 Kinder und Jugendliche aus Dinslaken verbrachten im Ferienlager der Sankt-Vincentius-Gemeinde im Odenwald Ferientage, die rand voll waren mit Erlebnissen, Spiel, Sport und Spaß.
Heute Rückkehr
Heute zwischen 15 und 16 werden die Kinder und Jugendlichen wieder am Kirchturm Heilig Blut an der Hagenstraße zurückerwartet.
Dinslaken/Kröckelbach (RP) Was machst du, wenn dir im Odenwald ein leibhaftiges Lama entgegenkommt? Vor diese Frage sahen sich die 95 Kinder und Jugendlichen aus Dinslaken in der vergangenen Woche mit ihren 20 Betreuern und dem sechsköpfigen Küchenteam gestellt. Alle befinden sich in Fürth-Kröckelbach im Ferienlager der Gemeinde Sankt Vincentius und genießen die Tage nach Herzenslust. Das Wetter ist besser als sein diesjähriger Ruf.
Und weil alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein komplettes Ferienbungalowdorf bewohnen, sind alle „gut drauf“. Das Programm lässt keine Wünsche offen, bei den Aktivitäten drinnen und draußen jagt ein Höhepunkt den nächsten: Natürlich die Klassiker Mini-Playbackshow, Wer wird Millionär?, Stationslauf, Mr. & Mrs. Kröckelbach und Wetten, dass? Und weil manche Kinder schon zum dritten oder gar vierten Mal dabei sind, braucht‘s auch immer neue Ideen. Dieses Jahr neu im Programm: die Kröckelbachakte; das ist das Brettspiel Peking-Akte allerdings als Live-Spiel. Oder der RTL-Tag: verschiedenste Spiel- und Quizshows aus dem Fernsehen auf die Bühne des Odenwaldes gebracht. Und von Zeit zu Zeit am Abend die klassische Disco, zwischendurch auch schon mal als Single-Party oder als Maskenball inszeniert, bringt müde Beine wieder auf dieselben. In „sauberer“ Erinnerung ist allen das Spaßbad Miramar in Weinheim und der Holidaypark in Hassloch entführte die Kinder und Jugendlichen in eine begeisternde Erlebniswelt. Und für den letzten Nachmittag hat das Betreuerteam einen kompletten Kinosaal gemietet, exclusiv für alle Dinslakener.
Die Leute vom Küchenteam haben im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun, um erstklassige Menüs auf die Tische zu zaubern – und das alles für 120 Personen, versteht sich: Jeden Morgen Frühstücksbuffet mit Brot, Brötchen und Müsli; mittags oder abends warm: Möhren untereinander mit Frikadellen, Gyros mit Reis und Salat, Schnitzel mit Pommes, Kartoffeln mit Gulasch, Odenwälder Pfannkuchen Dinslakener Art, Vierkantfisch an Spinat und Kartoffelpüree, alles frisch und mit Liebe zubereitet. Zweimal feierte Pastor Theo van Doornick mit der Lagergemeinschaft vor Ort den Gottesdienst.
Und alle trauten sich, außerhalb des Feriengeländes nachts irgendwo zu zelten. Und da kann es im Odenwald eben passieren, dass dir Lamas begegnen. Klingt komisch, ist aber so. Und was machst du dann? Du guckst wie ein Lama – und stellst bald aufatmend fest, dass es sich um Trekking-Lamas handelt, die zum Gepäcktransport im Einsatz sind. Ob von den Kindern und Jugendlichen jemand zurückgespuckt hat, ist eigentlich nicht bekannt, aber nicht sicher auszuschließen . . . Ein besonders herzliches Dankeschön sagen die Teilnehmer dem Betreuerteam und der Küchenmannschaft. Sie leisten ein Riesenpensum an Arbeit mit viel Energie, Innovation, Sorgfalt, Begeisterung und Verantwortung. Die Vorbereitungen für diese Ferienfreizeit laufen seit vergangenem November. Und das machen sie alles ehrenamtlich, ohne Bezahlung, aus Freude an diesem Engagement mit und für Kinder und Jugendliche. Und wenn man sie fragt, dann kriegt man zu hören: „Erstmal richtig ausschlafen, aber nächstes Jahr sind wir wieder dabei – ob mit oder ohne Lamas.“
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