Dinslaken: Wichtig ist die Kameradschaft
VON FLORIAN LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 11.08.2008Dinslaken (RPO). Zum Informationstag hatte die Reservistenkameradschaft Dinslaken-Feldmark auf den Heidhof nach Kirchhellen eingeladen. Hier gab es, rund um die Bundeswehr, einiges zu sehen.
Ein Tarnnetz spannt sich über das Loch im Boden des Waldes neben dem Heidhof in Kirchhellen. Doch handelt es sich hierbei nicht um eine geschickt getarnte Fallgrube, sondern um einen Kampfstand, welchen die Mitglieder der Reservistenkameradschaft Dinslaken-Feldmark ausgehoben haben, um ihren Besuchern zu zeigen, wie es denn im Fronteinsatz aussehen könnte. „Das gehört zur Grundausbildung eines jeden Soldaten bei der Bundeswehr“, erklärt Stefan Becker, Vorstandsmitglied der Reservistenkameradschaft Dinslaken-Feldmark. Durchaus interessant, wie sich Soldaten im Ernstfall durch einen solchen Kampfstand Vorteile verschaffen können.
Reservistenverband
Die Reservistenkameradschaft Dinslaken-Feldmark ist eine von mehr als 2600 Kameradschaften im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr. Der Verband hat mehr als 130 000 Mitglieder. Mehr den Reservisten im Internet: www.rk-dinslaken-feldmark.de
Auch für jüngere Besucher
Zum dritten Mal präsentieren sich die Reservisten auf dem Heidhof und haben allerhand Informatives mitgebracht. Gleich neben dem „Kampfstand“ wartet beim „Entfernungsschätzen“ eher etwas für die jüngeren Besucher. Die Kinder müssen Ziele ausfindig machen, und dann die Entfernung zu den Zielen einschätzen. Als Belohnung winkt ein kleines Geschenk. Nur ein paar Meter weiter stehen Zelte im Tarnmuster nebeneinander. „Wir haben hier ein kleines Feldlager aufgebaut. Einige der Kameraden haben heute Nacht schon da übernachtet“, sagt Stefan Becker und berichtet, dass sie bereits um 5.30 Uhr in der Früh von neugierigen Joggern geweckt und nach dem Grund ihrer Anwesenheit befragt worden. „Das ist kein Problem für uns. Das gehört eben dazu“, meint der Reservist ruhig und wendet sich seinen Kameraden zu, die gerade damit beschäftigt sind, die Funktionsweise eines Funkgeräts zu erklären. Auch die Erkundung des Geländes oder die Identifikation von Militärfahrzeugen stehen auf dem Programm.
Die Reservisten wollen zwischen Bundeswehr und Bevölkerung vermitteln und Vorurteile abbauen, was ihnen gut gelingt. Interessant ist das Ganze vor allem, weil Außenstehende einen Blick hinter die Kulissen der Bundeswehr werfen können. Schließlich haben die Reservisten alle ihren Dienst bei der Bundeswehr geleistet. „Das verbindet uns natürlich“, sagt Stefan Becker. Aber nicht das Militärwesen steht im Vordergrund, sondern die Kameradschaft. Einmal im Monat treffen sich die Reservisten zum geselligen Abend. Außerdem stehen Truppenbesuche, Ausflüge und die Teilnahme an Veranstaltungen der Bundeswehr (Wettkämpfe, Märsche) mit auf dem Programm.
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