Dinslaken: Wunschberuf Priester
VON STEFFEN PENZEL - zuletzt aktualisiert: 01.06.2007Dinslaken (RPO). Am Pfingstmontag ist Daniel Runge aus der Lohberger Sankt Marien-Gemeinde zum Priester geweiht worden.
Er heißt jetzt Bruder Maurus Runge und erzählt über wichtige Lebensentscheidungen und die Weihezeremonie.Persönlicher Segen
Mit dem persönlichen Primizsegen wird Bruder Maurus Runge die Messe – bei der Organist und Kantor Ansgar Wallenhorst aus alter Verbundenheit die Orgel spielt – am Sonntag beenden. Anschließend lädt der Pfarrgemeinderat zur Begegnung in den Pfarrsaal ins Wilhelm-Lepping-Haus.
Dinslaken-Lohberg Die Entscheidung, Priester zu werden, ist bei Daniel Runge schrittweise gekommen. „Es gab bei mir nicht dieses klassische Bekehrungserlebnis“, erzählt Bruder Maurus Runge mit ruhiger Stimme. Vielmehr sei die Priesterweihe vergangenen Montag das Ergebnis seiner „klassischen kirchlichen Laufbahn“ gewesen.
Schlichter Ritus
Bruder Maurus Runge ist 28 Jahre alt. 1978 als Daniel Runge in Dinslaken geboren, besucht er die Lohberger Marienschule. Nach zwei Jahren Theodor-Heuss-Gymnasium verlässt er Dinslaken und besucht ein Bistumsinternat in Goch, wo er 1997 sein Abitur macht. Schon früh ist Runge als Messdiener in Sankt Marien tätig.
Gefirmt wurde er damals von Heinrich Janssen aus Xanten. Jener Weihbischof Heinrich Janssen, der Bruder Maurus am vergangenen Montag in einem schlichten, kurzen Ritus im sauerländischen Meschede zum Priester geweiht hat. „Das war sehr bewegend für mich. Gerade auch, weil es Bischof Janssen war, der mich geweiht hat. Aber auch wegen all’ der Menschen, die mich bis heute geprägt haben und bei der Weihe dabei waren.“
1995 lernt Runge im Rahmen einer Jugendfreizeit das Benediktinerkloster Abtei Königsmünster kennen. Und kehrt dort nach dem Abitur ohne langes Zögern wieder zurück. „Ich wollte schnell eintreten und in erster Linie Mönch sein.“ Seinen Wissensdurst stillt er mit dem Studium der Theologie. Und das verschlägt ihn für ein Jahr auf die Philippinen und für weitere drei Jahre nach Rom.
„Ich wollte immer viel mit Menschen zusammen sein und nicht alleine in einem Pfarrhaus sitzen. Ich will in einer Gemeinschaft leben, die mich trägt. Als Priester komme ich gerade in unseren Gasthäusern immer viel mit Menschen zusammen“, lässt Bruder Maurus keine Zweifel, dass das Priesteramt sein Wunschberuf ist.
Am Sonntag kehrt Bruder Maurus Runge mit einigen seiner Mitbrüder in seine Lohberger Heimat zurück.
Dort wird er dann seine Primizmesse feiern. Für die Sankt Marien ist das ein besonderer Tag, da Bruder Maurus erst der dritte Priester ist, der aus Lohberg stammt.
Erste Erfahrungen sammeln
Aber auch für den frisch geweihten Priester – der in den kommenden drei Monaten in Frankfurt erste Erfahrungen im priesterlichen Dienst sammelt – wird die Primizmesse ein besonderes Ereignis. „So zeige ich meine Verbundenheit zur Heimatgemeinde, zu meinen Wurzeln. Hier wurde ich getauft und habe meine ersten Schritte als Messdiener gemacht.“
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