Voerde: Ziel: Gesamtschule erhalten
VON HEINZ SCHILD - zuletzt aktualisiert: 19.11.2010Voerde (RPO). Die Voerder Gesamtschule soll dauerhaft eine Zukunft haben. Hält die Stadt an ihr fest und bekundet der Rat dies durch einen Beschluss, dann will die Bezirksregierung Düsseldorf mitziehen, wie sie signalisiert hat.
Seit 2007/2008 bereiten die sinkenden Anmeldezahlen an der Voerder Gesamtschule Sorgen. Die gegenwärtige Jahrgangsstufe fünf ist mit 59 Schülern nur noch zweizügig, obwohl sie schulrechtlich vierzügig sein müsste, doch dafür wären mindestens 91 Schüler erforderlich.
"Wir wollen die Gesamtschule erhalten", erklärten gestern Bürgermeister Leonhard Spitzer und Schulausschussvorsitzende Ulrike Schwarz, die die Fraktionen dabei hinter sich wissen.
Welcher Weg begangen werden soll, hat der Arbeitskreis Schule vorgegeben, in dem er zwei Optionen aufgezeigt hat. Zum einen wird an eine Kooperation mit der Gesamtschule Hünxe gedacht. Zum anderen soll die Zügigkeit der weiterführenden Schulen in Voerde begrenzt werden. Davon betroffen wären dann auch die Realschule sowie das Gymnasium. Beide Vorschläge werden im nächsten Monat im Schulausschuss beraten und sollen dann in der Sitzung des Stadtrates in den Beschluss münden, dass die Gesamtschule erhalten bleiben soll.
Beratungen
Die Zukunft der Gesamtschule Voerde wird Thema in der nächsten Sitzung des Schulausschusses sein. Er tagt am Donnerstag, 2. Dezember, Beginn 17 Uhr. Eine Beschlussfassung soll in der Sitzung des Stadtrates erfolgen. Dessen Mitglieder kommen am 14. Dezember, 17 Uhr, letztmalig in diesem Jahr zusammen.
Gespräche erforderlich
Es gehe darum, die Vielfalt der Schulen in Voerde sicherzustellen, und dies sowohl qualitativ als auch quantitativ, erklärte Ulrike Schwarz. Die Verwaltung soll deshalb beauftragt werden, offiziell Gespräche mit dem nordrhein-westfälischen Schulministerium, der Bezirksregierung Düsseldorf und der Gemeinde Hünxe zu führen, um den Erhalt der Gesamtschule zu gewährleisten.
Die Bezirksregierung, so berichtete Schuldezernent Egon Dames, habe bereits signalisiert, dass sie den Voerder Weg mitgehen werde, wenn ein klares Votum der Kommune für den Erhalt der Gesamtschule vorliegt. "Es gibt keine Anordnung der Schließung oder Auflösung der Schule", sagte der Bürgermeister, der für die Gesamtschule und die Eltern der sie besuchenden Kinder Planungssicherheit einfordert. Sie sollen wissen, dass die Gesamtschule erhalten bleibt und ihr Weiterbetrieb nicht nur auf Grundlage einer zeitlich befristeten Duldung möglich ist.
Kooperation frühestens 2012/2013
Die bevorstehenden Gespräche werden viel Zeit in Anspruch nehmen, daran ließ Schulamtsleiter Lothar Mertens keinen Zweifel. Um einen "schulpolitischen Schnellschuss" zu vermeiden, sei vieles vorab zu klären. Auch müsse die Gemeinde Hünxe einer Kooperation mit ihrer Gesamtschule zustimmen. Bürgermeister Spitzer geht davon aus, dass die gewünschte Zusammenarbeit der beiden Schulen frühestens ab dem Schuljahr 2012/2013 greift.
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