Dinslaken: Zum Abschied viele Blumen
zuletzt aktualisiert: 23.07.2007Dinslaken (RPO). Einen Umzug besonderer Art erlebte Theo van Doornick, seit kurzem Pastor der Kirchengemeinde Sankt Vincentius. Wie schon bei seiner Amtseinführung im Jahre 1988 in der Pfarre Heilig Blut, als er von Hans-Karl Bellinghausen und Willi Tenhonsel mit einer Pferdekutsche an der Stadtgrenze zu Dinslaken empfangen wurde, so ließen es sich die beiden Kirchenvorstandsmitglieder auch dieses Mal nicht nehmen, sich eine originelle Umzugsvariante auszudenken.
Ein Mensch mit Humor
Für das Allroundtalent Theo van Doornick, der ein begeisterter Skiläufer und Bergwanderer ist und sich durch eine große Liebe zur Natur auszeichnet, Fußball und Jazz mag und jede Menge Humor besitzt, sollte es diesmal ein Traktor sein. Landwirt Heinrich Vahnenbruck, stellte mit Freude das Fahrzeug und sich selbst als Fahrer zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Ortsteam Heilig Blut wurde ein kleiner Umtrunk auf dem Kindergartengelände der Gemeinde vorbereitet, an dem natürlich neben Mitgliedern seines alten Pfarrbezirkes auch viele Kinder und Jugendlicheteilnahmen. Mit Blumen, Luftballons und „Krachmachern“, wie Rasseln und Trillerpfeifen, waren sie mit und ohne Eltern erschienen, um ihrem „Lieblingspastor“ zu seinem neuen Domizil an der Gartenstraße zu geleiten. Auch Mitglieder von van Doornicks Familie waren aus Keppeln angereist, um sich dieses Ereignis nicht entgehen zu lassen. In seiner Dankesrede blickte Willi Tenhonsel noch einmal auf 19 schöne, harmonische und erlebnisreiche Jahre mit Theo van Doornick im Pfarrbezirk Heilig Blut zurück. Mit viel Engagement, Willenskraft, Herzblut und vor allem Fröhlichkeit hat er die Menschen begeistert und zusammengeschweißt, hat Kindern und Jugendlichen Glauben und aktives Gemeindeleben erlebbar gemacht.
Für die Ökumene eingesetzt
Er engagierte sich für die Ökumene und pflegte gute Kontakte zu den Nachbargemeinden, insbesondere zur evangelischen Friedenskirche. Mit den Worten: „Auf dass die drei Dinge in deiner neuen Wohnung niemals ausgehen mögen“, überreichte Willi Tenhonsel Brot, Salz und eine Flasche Wein.
Abends setzte sich der Zug, angeführt von Motorradfahrern des Pfarrbezirkes, in Richtung Gartenstraße in Bewegung. Sichtlich gerührt und das ganze Spektakel genießend, saß Theo van Doornick neben Willi Tenhonsel und Hans- Karl Bellinghausen auf dem Anhänger des Traktors. Mit Pauken und Trompetenklang, vielen winkenden Händen und einer gewissen Wehmut, brachten die Menschen des Pfarrbezirks Pastor Theo van Doornick auf seinen Weg in eine neue Heimat.
Viele Jugendliche, Kinder und Erwachsene mit geschmückten Fahrrädern schlossen sich dem Zug an, begleiteten ihn bis in die Innenstadt. Etliche lließen es sich nicht nehmen, die frisch renovierte Wohnung in Augenschein zu nehmen und für gut zu befinden. „Hier wird er ein gutes Zuhause finden“, da waren sich alle sicher.
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