Fußball: Achtbar geschlagen
VON HENDRIK GAASTERLAND - zuletzt aktualisiert: 03.05.2007Bis kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit konnte der SuS Dinslaken 09 ein Unentschieden gegen den VfB Speldorf verteidigen. Dann aber brachte ein Elfmeter und ein weiterer Treffer den Oberligisten in die nächste Runde.
Mitten im Aufstiegskampf kam die Partie der fünften Runde im Pokal auf Kreisebene dem SuS Dinslaken 09 nicht gerade gelegen – das musste Trainer Jens Grote vor dem Spiel selbst zugeben. Nichtsdestotrotz versuchte der SuS den Oberligisten VfB Speldorf möglichst lange zu ärgern, um eventuell auch selbst in die nächste Runde einzuziehen. Geärgert hat die Mannschaft den Favoriten auch, aber weiter gekommen sind die Gäste, die durch zwei späte Treffer mit 2:0 (0:0) am Ende die Oberhand behielten.
86 Minuten lang hielt die Abwehr der 09er, die vom besten SuS-Akteur Abdullah Özdogan als Libero organisiert wurde, den Angriffen des VfB stand. Dann aber zeigte Schiedsrichter Ismail Girgin auf den Punkt, nachdem der eingewechselte Ugur Aydin Thorsten Schmugge im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Den zweifelhaften Elfmeter nutzte Marco Ferreira, den zweiten Treffer in der 89. Minute legte Kryzstof Benedyk zur endgültigen Entscheidung nach.
Polizeipräsenz
Mit gleich drei Einsatzwagen als Vorsichtsmaßnahme war die Polizei auf der Anlage vertreten. Die Anhänger des VfB Speldorf gelten bei Auswärtsspielen als „kontaktfreudig“ und deshalb waren die Einsatzkräfte bereits eine Stunde vor Spielbeginn vor Ort. Die Lage blieb aber ruhig und die Polizei musste nicht eingreifen.
Zwei Großchancen ausgelassen
Bis in die Schlussphase waren die 09er in der Spielanlage die unterlegene Mannschaft, aber großer Einsatz und der bärenstarke Özdogan in der Defensive sorgten lange für das Unentschieden. „Ich habe keinen großen Unterschied zwischen dem Oberligisten und uns gesehen. Es ist sogar ärgerlich, denn die besseren Chancen hatten wir“, meinte Coach Grote. Damit lag er auch richtig, doch ließ seine Truppe die zwei hundertprozentigen Möglichkeiten einfach liegen. In Abschnitt eins stand Thomas Giesen völlig frei vor dem Tor (39.), nach der Pause hätte Dennis Mielke aus seiner Chance mehr machen müssen (76.). „Es ist eine Schande, dass wir uns selbst so blöd bestrafen“, sagte Grote, der aber auch etwas Positives in der Niederlage sah: „Hauptsache wir haben nicht zu viel Kraft für die Meisterschaft verloren. Und mit so einer Leistung, wer soll uns da in der Bezirksliga noch aufhalten?“
Um beim kommenden Meisterschaftsspiel bei der Reserve des VfL Rhede topfit zu sein, baute Grote die SuS-Mannschaft gestern auf mehreren Positionen um. Der angeschlagene Marian Michels wurde wie Andreas Kotlarek geschont, Özdogan vertrat Student Mihael Matos, der erst gar nicht aus Aachen anreiste, in der Abwehr.
SuS Dinslaken 09: Strewginski; Zimolag, Bottländer, Kabacinski, Özdogan, Watterodt (89. Verheul), Radochowski (64. Aydin), Coskun, Giesen, Proba (58. Mielke), Kirchner.
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