Auf dem Teppich bleiben
VON BERND VENNEMANN - zuletzt aktualisiert: 19.09.2006Aufsteiger Glückauf Möllen hat sich in der Fußball-Landesliga längst etabliert. Doch der zweite Tabellenplatz ist nur eine Momentaufnahme. Das weiß auch der zweite Vorsitzende Franz Szymanowicz.
Voerde-Möllen „Als wir vor der Saison fast alle unsere Wunschspieler bekommen haben, da wussten wir, dass die Klasse mit dieser Mannschaft auf jeden Fall gehalten werden kann.“ Franz Szymanowicz, der zweite Vorsitzende des SV Glückauf Möllen, weiß aber auch, dass der derzeitige zweite Tabellenplatz des Landesligaaufsteigers noch gar nichts über den weiteren Verlauf der Saison aussagt. „Wir müssen schön auf dem Teppich bleiben“, so der Mann, der seit geraumer Zeit im Hintergrund die Fäden an der Rahmstraße zieht.
Und Szymanowicz denkt auch an die Grundlagen, ohne die dieser Erfolg im lange vernachlässigten Voerder Ortsteil gar nicht möglich gewesen wäre. „Der Bau des Rasenplatzes durch die Stadt Voerde hat dem Verein einen mächtigen Schub nach vorne gegeben“, erklärt der „Vize“, „endlich waren wir auch für Spieler interessant, die vorher wegen unseres Ascheplatzes direkt abgewunken haben, wenn sie auf einen Wechsel angesprochen wurden.“
Feine Bilanz
Die ersten sechs Spiele sind vorbei, der Aufsteiger aus Möllen rangiert mit 13 Punkten bei einem Torverhältnis von 15:6 hinter TuRa 88 Duisburg (15/16:5) auf dem zweiten Tabellenplatz. Die einzige Niederlage gab es allerdings am fünften Spieltag auf eigenem Platz gegen den Spitzenreiter.
Durchhaltevermögen
Einen ganz wesentlichen Anteil am Aufschwung misst Szymanowicz seinem Trainer zu. Franz Raschid ist seit mittlerweile sieben Jahren für Glückauf tätig, und „er hat in dieser Zeit eine ungeheure Portion an Durchhaltevermögen bewiesen“. „Er lebt den Spielern und auch uns im Vorstand diesen Willen zum Erfolg vor, daran erkennt man den ehemaligen Profi“, so Szymanowicz weiter über den früheren Bundesligakicker von Bayer Uerdingen.
Stolz ist man in Möllen auf die Tatsache, dass alle „Neuen“ sich inzwischen voll integriert haben und sportlich der Mannschaft weitergeholfen haben. Sowohl Jan Liebrandt, Lukas Banas, Pierre Schmitz, Dennis Grüntgens oder Pierre Hilbig sind feste Bestandteile der Mannschaft. Und bei der Verpflichtung von Yalcin Nezir und Latif Dabak hatte Uwe Schulz-Menningmann, einer der neuen Sponsoren, seine Hände im Spiel. Dass Glückauf gut aufgestellt ist, zeigte sich noch am Sonntag in Bocholt, als mit Hakan Gül, Pierre Hilbig und Sercan Sikli gleich drei Stammspieler fehlten. Die Mannschaft steckte das problemlos weg. Und so ist Szymanowicz’ Prognose durchaus realistisch: „Am Ende landen wir im oberen Tabellendrittel.“
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