Handball: Beckers Motto: Nicht nachlassen
VON SEBASTIAN MÜHLEIS - zuletzt aktualisiert: 14.11.2008Der TV Aldenrade will bei Regionalliga-Mitaufsteiger TuS Eintracht Oberlübbe nachlegen. In der Oberliga schielt der TV Bruckhausen auf den siebten Sieg in Serie, muss aber bei der heimstarken TG Hilgen ran. Die SV 08/29 Friedrichsfeld will gegen den Rheydter TV, mindestens einen Punkt.
Aufstiegsrennen?
Woche für Woche legt Wilfried Zeh wert darauf zu betonen, dass es für seinen TV Bruckhausen darum geht, möglichst schnell die Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Das Wort Aufstieg konnte der Trainer so bislang problemlos umschiffen, doch nach sechs Siegen in Serie ist auch die Konkurrenz hellhörig geworden. „Die drei Mannschaften vor uns, sind einfach zu stark. Aber wir wollen mit allem was wir haben, den bisher erreichten vierten Tabellenplatz verteidigen. Also nicht nur mit Händen und Füßen, sondern auch mit Klauen. “, schmunzelt Zeh, auf das Thema Aufstieg angepsprochen.
Zu viele Erfolge weist die Bilanz von Karl-Rudolf Becker aus, als dass der in unzähligen Schlachten um Auf- und Abstieg erprobte Trainer müde würde, seine Farben Woche für Woche auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Auch nach fünf Spielen in Folge ohne Niederlage tritt „Katsche“ vor der Partie bei Regionalliga-Mitaufsteiger TuS Eintracht Oberlübbe wie schon in der Vorwoche als großer Mahner auf.
Weite Fahrt als Mahnmal
„Das ist eine der weitesten Fahrten, und die letzten beiden weiten Fahrten sind uns nicht gut bekommen. Da haben wir die erste Halbzeit jeweils verschlafen, obwohl wir vorher alles geplant hatten, samt eines kleinen Spaziergangs“, erinnert sich Becker nur ungern an die Auftritte in Knetterheide und gegen Siebengebirge zurück. Daher spult Becker Woche für Woche ein ähnliches Programm ab: „Ich werde nicht müde werden, meine Worte zu wiederholen, bis wir das Ziel 22 Punkte erreicht haben.“ Im Klartext bedeutet das, dass die Walsumerinnen von Beginn an topfit und hochmotiviert auf dem Parkett stehen sollen – und nach den bisherigen Erfolgen nicht in Selbstzufriedenheit verfallen.
„Wer so weit fährt möchte auch etwas mitnehmen. Und mindestens bis Weihnachten heißt unser Motto ganz klar: Nicht nachlassen. Wir müssen einfach dranbleiben“, gibt Becker das Ziel zwei Punkte aus – mit Verweis auf das harte Programm im Januar. „Da haben wir alle Spitzenmannschaften“, weiß Becker, der abgesehen von Danika Ingenbold (sammelt Spielpraxis in der Reserve) und Cornelia Reimering (Polizeieinsatz) alle Spielerinnen an Bord hat.
Ganz andere Sorgen hat Werner Hillig, dessen scherzhaft geäußerte Prognose vor dem Spiel gegen Kellerkind Neuss in der Vorwoche beinahe Realität wurde. Nach dem Remis gegen das Schlusslicht fordert der Trainer der SV 08/29 Friedrichsfeld vor der schweren Aufgabe gegen die Rheydter TV daher schmunzelnd auch „mindestens einen Punkt“. Die ernste Analyse vor dem Heimauftritt gegen den bislang ohne Niederlage ausgekommenen Tabellen-Zweiten der Oberliga fällt natürlich anders aus: „Wir müssen sehen, das wir ordentlich Gas geben, auch wenn es ungleich schwerer wird als gegen Neuss.“ Sowohl in Angriff als auch in Abwehr sollen die „Vereinigten“ nach dem Gusto ihres Trainers geschlossener auftreten, um dem haushohen Favoriten vielleicht doch ein Bein zu stellen. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Carina Lubrich, Kirsten Haase-Weber fehlt definitiv. Dafür rückt Birgit Homscheid in den Kader.
TG Hilgen schwer einzuschätzen
Bei der extrem heimstarken TG Hilgen will indes Wilfried Zeh mit seinem TV Bruckhausen den siebten Sieg in Folge einfahren. „Sie sind nicht gut einzuschätzen, ganz schwer zu spielen. Wir müssen ihr Tempospiel in den Griff bekommen und unsere Abwehr weiter stabilisieren, wollen wir punkten“, so Zeh.
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