Reitsport: Drees und Börnig
VON MARTIN PLICH - zuletzt aktualisiert: 24.01.2007Zwei Amazonen sicherten sich den Löwenanteil an Punkten in den beiden ersten Wertungsrennen im WAV-Dintrab-Cup der Rheinischen Post. Rita Drees und Anke Börnig düpierten die männliche Konkurrenz.
Tod auf der Bahn
Aer Außenseiter Rubens, ein fünfjähriger Wallach, führte im neunten Rennen des Abends in der Hand von Thomas Welsing das Feld an. Dann musste er alle Gegner passieren lassen und brach tot auf der Bahn zusammen. D*ie erste Diagnose des Tierarztes lautete ’Riss der Aorta’. Fahrer Thomas Welsing blieb bei diesem Zwischenfall unverletzt.
Die Amateure standen auf der Halbmeilenpiste in Dinslaken im Blickpunkt des Geschehens. Denn es stand die erste Wertung um den WAV-Dintrab-Cup der Rheinischen Post auf der Karte. Da die Resonanz der Ställe bei diesem beliebten Fahrerwettbewerb einmal mehr ausgezeichnet war, musste das Rennen geteilt werden.
Die erste Division entschied der sechsjährige Wallach Randy Eden in der Hand von Rita Drees zu seinen Gunsten. Die Championesse trumpfte mit der 29:10-Chance aus dem Besitz ihres Bruders Eckhardt Drees überaus leicht auf. Die favorisierte Proud Biene trabte mit Thomas Maassen bis letztmals Gegenüber am Ende des Feldes, rückte dann aber in vierter Spur zügig auf. Vorne hatte Randy Eden jederzeit alles unter Kontrolle, Proud Biene kämpfte sich noch auf den Ehrenplatz vor. Die Dreierwette komplettierte der von Heinz Bockhoff gefahrene Außenseiter Larona‘s Boy.
Schneller Antritt
Die zweite Abteilung, die ebenfalls zehn Kandidaten an den Ablauf brachte, sicherte sich der sechsjährige Wallach Faro Bongard mit Anke Börnig. Mit schnellem Antritt hatte sich Cora da Casal mit Maik Kepinski die Spitze gesichert, eine Runde vor Schluss musste er aber dem Topfavoriten Sir Somolli mit Nicole Hildebrandt den Vortritt lassen. Doch mit Erreichen des Einlaufs setzte Faro Bongard den führenden Sir Somolli mächtig unter Druck und kam noch sicher vorbei. Weit zurück eroberte mit feinem Schlussakkord Ain‘tshes Way mit Besitzer Lothar Lenzmann an den Fahrleinen noch die dritte Prämie.
Favoritenwetter schauten vor allem im Preis der RP Korrespondenten finster drein. Denn nach 2100 Metern gewann die 353:10-Außenseiterin Marlen mit Danny Gratzki im Sulky die mit 1200 Euro dotierte Auseinandersetzung für die sogenannte aufstrebende Inländer-Klasse. Auch auf dem zweiten Platz landete mit dem von Wim van Buytene gesteuerten Lido Avon ein krasser Außenseiter. Die Zweierwette wurde nicht getroffen. Die Dreierwette mit Ulf Kievitshof (Rob de Vlieger) zahlte 24 597:10 Euro. Der Zweierwettenjackpot in Höhe von 1592,40 Euro wird am 5. Februar ausgeschüttet.
Nachdem der Streik der westdeutschen Trabertrainer für beendet erklärt wurde, hatte der Dinslakener Trabrennverein nach der verlängerten Starterangabe noch ein sowohl qualitativ als auch quantitativ hochwertiges Programm auf die Beine stellen können. Der Umsatz betrug 133 972 Euro inklusive Außenwetten in Höhe von 62 154 Euro.
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