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Fußball: Ein lauer Sommerkick

VON SEBASTIAN MÜHLEIS - zuletzt aktualisiert: 24.09.2007

Ein ganz schwaches Spiel gegen einen ebenfalls nicht besonders starken Gegner zeigte Fußball-Landesligist SuS Dinslaken 09 vor etwas über 100 Zuschauern. Nach dem 1:1 (1:0) war Trainer Jens Grote reichlich bedient.

So wie in dieser Szene liefen die Akteure des SuS Dinslaken 09 ihren Gegenspielern der schwachen Elf des TuS Fichte Lintfort meist hinterher. Dank fehlender Unterstützung aus dem Mittelfeld hatten Dawid Kabacinski (rechts) und Mihael Matos (links) in der Defensive mehr zu tun, als ihnen lieb war.  Foto: RPO
So wie in dieser Szene liefen die Akteure des SuS Dinslaken 09 ihren Gegenspielern der schwachen Elf des TuS Fichte Lintfort meist hinterher. Dank fehlender Unterstützung aus dem Mittelfeld hatten Dawid Kabacinski (rechts) und Mihael Matos (links) in der Defensive mehr zu tun, als ihnen lieb war. Foto: RPO

Nein, Jens Grote wollte gestern nach dem Schlusspfiff die Leistung seiner Elf nicht schönen. Nach dem 1:1 (1:0) seines SuS Dinslaken 09 vor heimischer Kulisse gegen die mehr als harmlosen Gäste des TuS Fichte Lintfort resümierte der Trainer schonungslos: „Das war gar nichts. In der ersten Halbzeit haben wir wenigstens diszipliniert gespielt. Doch selbst das haben wir in der zweiten Hälfte nicht hinbekommen, außerdem hatten wir keine einzige Torchance mehr – außer in der letzten Minute.“

Coskun scheiterte kläglich

In der letzten Spielminute hatte sich Abdullah Özdogan noch einmal zu einem seiner unwiderstehlichen Solo-Läufe aufgemacht – und kam dieses Mal, im Gegensatz zu vielen vorherigen Versuchen, bei denen er meist unsanft gestoppt wurde, oder den Ball verlor, durch. Doch anstatt selber den sicheren Siegtreffer zu markieren, legte „Apo“ uneigennützig quer zum ganz schwachen Sedat Coskun, der aus guter Schussposition mutterseelenallein meterweit am Gehäuse vorbeischoss.

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„Briefmarke drauf“

Zwar war Abdullah Özdogan wie so oft an den entscheidenden Szenen seiner Elf beteiligt, doch die älteren Fans konnten sich gestern nicht so recht mit der Leistung des Glatzkopfes anfreunden. „Da hätte ich schon längst eine Briefmarke draufgeklebt, und ihn zu den Zebras zurückgeschickt“, lautete einer der Kommentare.

Allerdings wäre ein Sieg auch zu viel des Guten gewesen für das vollkommen ideenlose und schwache Spiel der Hausherren, die damit sicher keinen der knapp über 100 Zuschauer zu einem erneuten Besuch bewegen können.

In der ersten Hälfte stand der SuS halbwegs kompakt, einzig im Spielaufbau haperte es. Lange Bälle waren das Mittel, fanden aber selten das Ziel. Und auch die Standards, insbesondere von Andreas Kotlarek, waren eher „schlecht als recht“ in der Ausführung. So fiel das 1:0 mehr oder weniger aus dem Nichts. Özdogan setzte sich auf der linken Strafraumseite gegen mehrere Gegenspieler durch, bediente Trainer-Sohn Sascha mustergültig, der eiskalt verwandelte (42.).

Im zweiten Abschnitt passierte dann eigentlich wenig, außer der Tatsache, dass die 09er oft zu weit weg vom Gegenspieler waren, viele Bälle vertändelten. Dennis Strewginskis grammatikalisch nicht ganz einwandfreier, dafür aber lautstarker Einwurf an seine Vorderleute, doch „enger bei die Leute da“ zu gehen, belustigte zwar das Publikum, traf aber den Nagel auf den Kopf. Und so ein Lapsus war es dann auch, der zum 1:1 durch Ergün Telcin führte (66.), für den Scherif Dalcaji klug durchließ.

SuS 09: Strewginski; Michels, Isik, Kabacinski, Matos, Watterodt (81. Proba), Kotlarek, Coskun, Grote (81. Steininger), Bottländer (75. Kirchner), Özdogan.

Quelle: RP

 
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