Handball: Festivals der Fehler
VON SEBASTIAN MÜHLEIS - zuletzt aktualisiert: 08.02.2007Nicht den gewünschten Erfolg brachten die Nachholspiele in der Handball-Oberliga für die Damen des TV Aldenrade und der SV 08/29 Friedrichsfeld. Beide verloren ihre Partien, die „Vereinigten“ dazu noch Nicole Schulte-Euler.
Überhaupt nicht wie gewünscht liefen die Nachholspiele der Oberliga-Handballerinnen des TV Aldenrade und der SV 08/29 Friedrichsfeld. Die Spiele waren wegen des Finales der Weltmeisterschaft der Herren verlegt worden.
Als „klar besser“ machte TVA-Trainer Karl-Rudolf Becker seine Farben dabei vor dem Aufeinandertreffen mit dem ASV Süchteln aus, seine Spielerinnen müssten nur ihre Leistung abrufen, dann würden es schon zwei Punkte werden. Ihre Leistung riefen Carina Hering und Co. bei der 21:27 (12:11)-Niederlage allerdings nur zu Beginn der Partie ab – dort nämlich zogen die Gäste schnell auf 5:1 weg. In der Folge leistete sich der TVA aber „viel zu viele Pass- und Fangfehler“, so Becker, so dass die Gastgeberinnen bis zum Wechsel auf einen Treffer verkürzten.
Nach der Pause folgte ein ähnliches Szenario: Der TVA bis auf 15:12 ab, ehe der neuerliche Einbruch folgte. „Das war ein Spiegelbild der ersten Hälfte, insgesamt haben wir mindestens 20 Pass- und Fangfehler produziert“, so „Katsche“, der nach dem Spiel „nicht viel mehr für die Öffentlichkeit“ zu sagen hatte.
TVA: Fenneken, Maaser; Höing (7/3), Hering (4/1), Bouten (3), A. Scheja (1), Ludwig (1), Gensch (1), Schauenburg (4), Krause, Markowski.
Weitaus dramatischer verlief die Partie der „Vereinigten“ gegen den Tabellen-Vierten Wedau, dem die Sieben von Werner Hillig im Vorjahr den Aufstieg versaute.
Auf Grund von „kapitalen Fehlern“ im Spielaufbau und bei der Chancenverwertung und mangelnden Tempospiels lagen die Gäste beinahe die komplette Spielzeit zurück. Vor allem nach der Verletzung von Nicole Schulte-Euler folgte ein Einbruch, Wedau führte 20:14. Doch dann starteten die Gäste, die mit vier Spielerinnen der Reserve antraten, da ein Quartett fehlte, eine furiose Aufholjagd und gingen in der 58. Minute gar mit 21:20 in Front. Die wurfgewaltige Ina Pusch hatte allerdings etwas gegen eine neuerliche Niederlage gegen 08/29. Erst wuchtete sie einen Freiwurf ins Netz, danach setzte sie Katrin Reichelt zum Siegtreffer in Szene.
08/29: A. Lubrich, C. Lubrich; N. Schulte-Euler (4), D. Schulte-Euler (4), Haase-Weber (3), Homscheid (2), Thibault, Higlister, Panek, Bernds (1), Schneidewind (7/3).
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