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Dinslaken: Geheimfavorit RWS

VON HENDRIK GAASTERLAND - zuletzt aktualisiert: 03.01.2009

Die Mannschaft von Selimiyespor geht nicht nur als ein Anwärter auf den Turniersieg in die DinslakenerStadtmeisterschaft, sondern richtet das morgige Hallenturnier nach einem Jahr Pause in der Efing-Halle auch aus. Hauptaugenmerk aller Mannschaften: Bloß keine Verletzten.

So jubelte der TV Jahn Hiesfeld bei der vorherigen Veranstaltung 2007. Nach einem Jahr Pause sind die „Veilchen“ auch bei der morgigen Veranstaltung wieder großer Favorit. RP-Archivfoto Foto: RPO
So jubelte der TV Jahn Hiesfeld bei der vorherigen Veranstaltung 2007. Nach einem Jahr Pause sind die „Veilchen“ auch bei der morgigen Veranstaltung wieder großer Favorit. RP-Archivfoto Foto: RPO

Vor zwölf Monaten wollten die Dinslakener Fußballvereine nicht gegen RWS Lohberg antreten und die Stadtmeisterschaft wurde kurzerhand abgesagt. Nach einem Jahr Pause ist über den Ärger mit Selimiyespor Gras gewachsen und die traditionelle Veranstaltung findet wieder mit allen sechs Teams statt. Doch damit ist es noch nicht getan: RWS wird als Veranstalter sogar für den Turnierablauf sorgen.

So begannen die Verantwortlichen bereits am Freitag mit den Vorbereitungen in der Hans-Efing-Halle, um den Verein dann morgen bestmöglich zu präsentieren. Unter dem Motto „Begegnung“ verspricht Selimiyespor eine besondere Auflage des Turniers, die türkische kulinarische Küche soll neben den Spielen auf dem Parkett jeden Besucher zufriedenstellen.

Info

Auftakt um 13 Uhr

Einlass gewährt RWS den Zuschauern und Fans schon um 12 Uhr, das erste Spiel findet um 13 Uhr zwischen der SGP Oberlohberg und dem Turnierfavoriten TV Jahn Hiesfeld statt. Die letzte Partie des Tages zwischen den den „Veilchen“ und dem SuS Dinslaken 09 ist für 19.45 Uhr terminiert. Danach erfolgt die Siegerehrung.

RWS will Kredit zurückgewinnen

Mahmut Tas ist bei den Lohbergern für die sportliche Leitung verantwortlich und will sich mit seinen Kickern mit schönem Hallenfußball beweisen. „Meine Jungs sind in der Halle von Natur aus gut. Alle sind heiß und wir können eine Rolle um den Turniersieg mitspielen“, meinte der Coach des Bezirksligisten. Für ihn geht es um eine Menge Prestige bei der Stadtmeisterschaft und um eine große Chance, nach der Pause im vergangenen Jahr verlorenen Kredit zurückzugewinnen.

Haushoher Favorit auf den Titel ist aber der TV Jahn Hiesfeld. Schon beim eigenen ESR-Turnier ließ der Landesligist seine Klasse unter dem Hallendach aufblitzen und verlor erst knapp im Endspiel. „Es werden wieder dieselben Leute spielen. Erstes Ziel ist es, dass sich niemand verletzt, aber wir wollen schon so viele Spiele wie möglich gewinnen und auch den Titel holen“, meinte Co-Trainer Thorsten Ippendorf.

„Technisch sind die Hiesfelder sicherlich die beste Mannschaft, aber in der Halle sind auch Glück und Geschick wichtig. Einen klaren Favoriten kann man gar nicht ausmachen, weil ich auch RWS mit Manuel Viltuznik und Abdullah Özdogan für sehr stark einschätze“, sagte der Co-Trainer des SuS Dinslaken 09, Oliver Grimm, der Coach Dirk Kalthoff vertreten wird. Wollte Kalthoff noch zunächst eine B-Truppe für die Stadtmeisterschaft nominieren, hat sich Grimm jetzt doch für eine schlagfertigere Mannschaft des Landesliga-Kaders entschlossen: „Sonst wären wir untergegangen. Ich finde, das Turnier hat mit nur einem A-Ligisten ein hohes Niveau und es geht um viel Prestige.“

Blick auf den Abstiegskampf

Nur Außenseiterchancen werden dem VfB Lohberg, der SGP Oberlohberg und dem SC Wacker Dinslaken eingeräumt. „Ich lege keinen großen Wert auf die Halle, wir haben noch wichtigere Aufgaben vor uns“, spricht VfB-Coach Jörg Wittwer dem Turnier jede Bedeutung für seine „Knappen“ ab und richtet den Blick in Richtung Abstiegskampf in der Bezirksliga. Den hat auch Jürgen Grzymski, Trainer der SGPO, für den die Stadtmeisterschaft Nebensache ist: „Wir wollen uns von unserer besten Seite zeigen, aber Vorrang hat die Rückrunde. Es soll sich nur keiner verletzen.“

Als einziger A-Ligist, aber mit dem Selbstvertrauen des Sieges beim eigenen Hallenturnier versucht Wacker die „Großen“ zu ärgern.

Quelle: RP

 
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