Fußball: Glück erzwungen
VON HENDRIK GAASTERLAND - zuletzt aktualisiert: 05.11.2007Die Negativserie des SuS Dinslaken 09 wurde mit dem 2:1 gegen den SV Walbeck gestoppt.
Das Ergebnis täuscht aber über die Leistung hinweg, die Mannschaft präsentierte sich stark verunsichert.Fast schon demonstrativ verließ Jens Grote die Kabine nach der Halbzeit als erster. Lange schien die Pausenansprache nicht gedauert zu haben, doch der Inhalt muss es in sich gehabt haben. „Ich meinte, dass man wenigstens kämpfen könnte. Sonst hole ich mir lieber Leute aus der „Zweiten“ – die können zwar vielleicht nicht ganz so gut Fußball spielen, hängen sich aber voll rein“, sagte der Trainer des SuS Dinslaken 09 nach dem Spiel, das seine Mannschaft nach einer katastrophalen ersten Halbzeit doch noch mit 2:1 (0:1) gegen den SV Walbeck gewann.
Eine Stunde lang sah es aber ganz und gar nicht danach aus. Die Negativserie von acht Partien ohne Sieg geht nicht spurlos am SuS vorbei, der völlig verunsichert, aber auch ohne jede Leidenschaft neben sich stand. „Wir sind am Tiefpunkt angekommen. Fußballerisch war das unterirdisch“, konnte auch Coach Grote wenig Positives erkennen. „Jedenfalls haben wir das Glück erzwungen. Aber gespielt haben wir wie ein Absteiger“, so Grote.
Dowedeit im Tor
Etwas überraschend hütete Jens Dowedeit statt des etatmäßigen Keepers Dennis Strewginski das Tor des SuS 09. Dowedeit war seit Wochen mit der Rolle als Reservist unzufrieden, gestern gab Trainer Jens Grote ihm eine Chance. Beim Gegentreffer war er schuldlos, allerdings war er nicht bei allen Schüssen sicher.
Radochowski staubt ab
Dass es zu drei Punkten reichte, war ein großer Verdienst von Abdullah Özdogan. In der Pause eingewechselt brachte er die Wende in der Partie, die in Abschnitt eins von den Gästen bestimmt wurde. So war die Führung durch Niklas van Houdt auch nicht unverdient (33.). Doch nach dem Seitenwechsel brachte Özdogan als einziger Akteur Ideen ins Spiel der 09er, die zunächst nur optisch überlegen waren, aber dann auch zu ihren Chancen kamen. Sascha Grote erzielte den Ausgleich nach einem Abpraller (69.), zwei Minuten vor dem Ende staubte Stefan Radochowski nach einem Versuch von Jörn Watterodt zum „Dreier“ ab. Vorbereitet hatte den Siegtreffer Özdogan mit einem öffnenden Pass in die Tiefe.
„Wichtiger Sieg“
„Beide Tore waren etwas glücklich, aber das brauchen wir zur Zeit auch. Wenn ich einen Verletzten zur Pause einwechsle, sagt das schon alles“, freute sich Grote lediglich über das Ergebnis, jedoch nicht über die gezeigte Leistung seiner Mannschaft: „Das war trotz allem ein ganz wichtiger Sieg für uns.“
SuS Dinslaken 09: Dowedeit; Watterodt, Michels, Grote, Matos, Isik, Kirstein (63. Shabani), Proba (46. Özdogan), Kirchner, Aydin, Yapo (58. Radochowski).
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