Handball: Hillig ärgerte sich: Chancen waren da
zuletzt aktualisiert: 24.11.2008Sie wollten an die starke Leistung der Vorwoche gegen den Rheydter TV anknüpfen – das gelang den Oberliga-Handballerinnen der SV 08/29 Friedrichsfeld im Spiel gegen ETuS Wedau. Was allerdings nicht gelang, war die Drei-Tore-Führung zur Halbzeit (12:9) zu verteidigen, geschweige denn etwas Zählbares aus Duisburg mit nach Hause zu bringen. Äußerst unglücklich verloren die „Vereinigten“ 25:27 beim Tabellenführer nach Minuspunkten.
Nach dem Schlusspfiff haderte Trainer Werner Hillig, der vom ehemaligen Bundesliga-Trainer Nils Lehmann auf der Bank unterstützt wurde, vor allem mit den Unparteiischen. „Das war wirklich eine ganz schwache Leistung. Sie haben zwar auf beiden Seiten schwach gepfiffen, aber die zweite Hälfte war ja katastrophal. Sie haben sicher nicht zur Beruhigung des Spiels beigetragen“, ärgerte sich Hillig über die nicht gerade souveräne Vorstellung von Achim ten Wolde, Mitglied des Schiedsrichterausschusses des Handballverbandes Niederrhein, und seinem Partner.
Doch es lag sicher nicht an den Unparteiischen, dass die Friedrichsfelderinnen etliche Dinge vermissen ließen, die sie im ersten Abschnitt stark machten. Stand die Abwehr in Abschnitt eins noch bombensicher und knüpfte Lena Teschner an ihre starke Vorstellung gegen Rheydt an, so ließen sowohl Abwehr als auch Torfrau in Halbzeit zwei deutlich nach. Und auch im Spielaufbau stockte es plötzlich, und so kamen die Wedauerinnen nach technischen Fehlern der Gäste immer wieder zu leichten Treffern nach Kontern.
Siebenmeter vergeben
Die endgültige Entscheidung fiel, als die bis dato fehlerlose Nicole Schulte-Euler beim Stand von 23:25 (57.) einen Siebenmeter vergab, die Gastgeberinnen postwendend durch die starke Ina Pusch das vorentscheidende 26:23 erzielten.
„Auch wenn die Schiedsrichter schwach waren – die Chancen waren da. Doch wir haben wieder einmal zu viele Möglichkeiten ausgelassen“, ärgerte sich Hillig darüber, dass der zweite Coup in Folge gegen eine Mannschaft von der Spitze ausblieb.
08/29: Lubrich, Teschner; Börgartz (4), Bernds (4), Schneider, Glasmacher (4), Kamp (3), N. Schulte-Euler (8/6), D. Schulte-Euler (n.e.), Gülicher (n.e.), Mujakic (2).
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