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Dart: "Jackpot" knackt den Jackpot

zuletzt aktualisiert: 29.07.2010

Für Jörg Springer sind es vor allem die kleinen Geschichten rund um die einzelnen Charaktere, die den Dartsport so besonders machen. Als Beispiele führt der Pächter der Kathrin-Türks-Halle den absoluten Superstar Phil "The Power" Taylor (49) und seinen sportlichen Ziehsohn Adrian "Jackpot" Lewis (25) an.

Ende der 80er Jahre entdeckte Eric Bristow, damals Nummer eins der Welt und einer der populärsten Spieler, die der Dartsport hervorgebracht hat, in einem Pub in Stoke-on-Trent ein Ausnahmetalent, das er mit 10 000 britischen Pfund unterstützt, um ihm die nötigen Trainingsmöglichkeiten und das Eintrittsgeld für kleinere Turniere zu bieten.

Einzige Bedingung: Das Talent soll das Geld zurückzahlen. 1990 war es so weit: Durch seinen Sieg bei den Canadian Open 1990 qualifizierte sich Phil Taylor für die Weltmeisterschaft, wo er als ungesetzter Spieler regelrecht ins Finale rollte, wo er seinen Mentor 7:0 vom Board fegte. Damit war der Grundstein für die Weltkarriere mit 15 WM-Titeln und unzähligen weiteren Erfolgen gelegt.

Vor einigen Jahren war es dann an "The Power", ein großes Talent zu fördern: Ebenfalls in Stoke-on-Trent geboren, fiel Adrian Lewis dem Großmeister ins Auge, der ihn finanziell unterstützte, und mit ihm trainierte. Da es Adrian Lewis im Gegensatz zu Phil Taylor nicht gelang, sich in entscheidenden Partien gegen seinen Mentor durchzusetzen, durchtrennte der talentierte Nachwuchsmann die "Nabelschnur".

Seit 2007 trainiert Adrian Lewis nicht mehr mit dem Superstar – ein Sieg gelang ihm gegen "The Power" seitdem dennoch nicht. Seinen Spitznamen "Jackpot" trägt er, seitdem er 2005 bei den Las Vegas Desert Classic 75 000 britische Pfund gewann, sie wegen der dortigen Gesetzgebung nicht annehmen durfte. Er war zu jung.

Quelle: RP

 
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