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Schießsport: „Jux und Ehrgeiz“

VON STEFFEN PENZEL - zuletzt aktualisiert: 11.06.2007

„Sommerbiathlon für alle“ hieß es am Samstag auf der Schießsportanlage des BSV Möllen. 146 Teilnehmer in insgesamt 20 Teams machten sich im Wohnungswald auf die Jagd nach der Bestzeit.

Volle Konzentration: Beim Schießen hieß es, genau zu treffen. Schließlich bescherte ein Fehlschuss den Läufern eine Zeitstrafe von 20 Sekunden. Foto: RPO
Volle Konzentration: Beim Schießen hieß es, genau zu treffen. Schließlich bescherte ein Fehlschuss den Läufern eine Zeitstrafe von 20 Sekunden. Foto: RPO

 „Eigentlich“, grübelte Kai Lehmkühler, Organisator und Veranstalter des Sommerbiathlons in Möllen, „ist uns die Idee gekommen, um die Leute von der gängigen Meinung des Schießsports weg zu locken.“ Sommerbiathlon als Imagepflege also. Schließlich gehe es beim Sportschießen um mehr als nur um das gemeinsame Trinken.

Durchatmen am Schießstand

Trinken war auch das richtige Stichwort für Klaus Becker. Der gönnte sich nach getaner Arbeit erstmal einen Becher Eistee. „Das hat wirklich Spaß gemacht. Und mit der Zeit bin ich auch zufrieden“, freute sich Becker über seine 18:21 Minuten. Das Schießen und nicht etwa die drei 1,2 Kilometer-Laufrunden durch den Wald seien dabei das Problem gewesen. „Da kommt man schon ganz schön ins Wackeln wenn man da mit seinem 170’er-Puls am Schießstand steht. Dann hilft nur tief durchatmen und beim Schießen die Luft anhalten. Ich dachte trotzdem bei jedem Schuss, dass er daneben geht“, zeigte sich Becker angesichts seiner fehlerfreien zwei Schießdurchgänge überrascht. Ebenfalls null Fehler am Schießstand konnte seine BSV Mehr-Ork-Gest-Teamkollegin Rita Hölser aufweisen. Bei 22:54 Minuten blieb ihre Uhr im Ziel stehen. „Das war ganz schön drückend heute. Ich dachte, ich klappe zusammen“, berichtete Hölser mit rotemKopf. Der Grund für den Konditionmangel war jedoch schnell erkannt. „Ich habe eigentlich ausreichend trainiert – zumindestens im Geiste“, lachte sie. Ein paar Meter weiter stand die Gruppe „Köpi-Connection“ aus Spellen und bereitete sich vor. Eine „Mischung aus Jux und Ehrgeiz“ hatte Team-Kapitän Martin Klemm bei seiner sechsköpfigen Truppe ausgemacht. Er selber hatte jedoch ganz genaue Vorstellungen des Endresultats: „Unter die ersten zehn wollen wir mit der Mannschaft schon kommen.“ Und auch von seiner persönlichen Zeit erhoffte er sich einiges. „Ein Zeit unter 18 Minuten ist schon sehr gut. Wenn man drei Fünf-Minuten-Runden läuft und gut schießt, sind aber auch 17 Minuten möglich“, rechnete er schmunzelnd vor. Schmunzeln musste auch sein Teamkollege Dirk Metken beim Gedanken an seine Qualifikationen am Schießstand. „Auf mir lastet besonderer Druck – schließlich war ich mal Kinderschützenkönig“, lachte Metken. Am Ende lag er dann mit einer Zeit von 20:03 Minuten im Rahmen. Und auch sein „Chef“ Martin Klemm konnte mit den 18:22 Minuten zufrieden sein.

Bestzeit für Dirk Koch

Die beste Zeit fuhr in 16:04 Minuten „Einzelkämpfer“ Dirk Koch ein. Die beste Zeit bei den Frauen wies Sabine Fieker vom Homberger TV mit 18:10 Minuten auf.

Info

Internetauftritt

Der BSV Moellen ist auch mit einer Internetseite vertreten. Alles Wissenswertes zum Schützenverein sowie Ergebnisse und Bilder zum Sommerbiathlon gibt es unter www.BSV-Moellen.de.

Foto
Insgesamt 146 Teilnehmer begaben sich am Samstag auf die drei 1,2 Kilometer langen Runden durch den Wohnungswald. Geschossen wurde dann – einmal liegend, einmal stehend – im Schützenhaus des BSV Möllen, von wo aus auch gestartet wurde. Foto: RPO
Quelle: RP

 
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