Handball: Keine Erwartungen beim TVA
VON SEBASTIAN MÜHLEIS - zuletzt aktualisiert: 05.12.2008Bis zu vier Spielerinnen könnten bei den Regionalliga-Handballerinnen des TV Aldenrade ausfallen – da sind die Ansprüche vor der Partie bei Teutonia Riemke eher gering. In der Oberliga wollen sowohl der TV Bruckhausen als auch die SV 08/29 Friedrichsfeld den positiven Trend fortsetzen.
Gewohnt klare Worte findet Karl-Rudolf Becker vor dem Auftritt seines TV Aldenrade bei Teutonia riemke. „Erwartungen? Keine!“, lautet der bissige Kommentar des Trainers. Verständlich, angesichts der zuletzt dürftigen spielerischen Leistungen seiner Schützlinge, die nach der Euphorie des Aufstiegs endgültig der triste Regionalliga-Alltag eingeholt hat. Und vor dem Auftritt in Bochum drohen „Katsche“ gleich vier wichtige Korsettstangen wegzubrechen.
Ludwig an den Adduktoren verletzt
Ärztin Indra Bouten, ohnehin durch eine Ellenbogenverletzung gehandicapt, wird aus beruflichen Gründen passen müssen. Und auch die beiden Linkshänderinnen Kim Spiecker und Cornelia Reimering haben signalisiert, dass mit ihnen – ebenfalls aus beruflichen Gründen – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu rechnen ist. Zu allem Überfluss droht auch noch Tanja Ludwig mit einer Adduktorenverletzung auszufallen. „Ich kann es nicht ändern, wir müssen noch elf Punkte holen, um unser Saisonziel zu erreichen – und die werden wir auch holen. Wann und wo ist mir dabei egal“, gibt Becker die Hoffnung auf weitere Zähler nicht auf. Viel Nährboden für diese Hoffnung bietet die Personalsituation indes nicht.
Anwurfzeit geändert
Unbedingt auf die geänderte Anwurfzeit (17.15 Uhr statt 15.30 Uhr) hinweisen wollte TVB-Trainer Wilfried Zeh – aus gutem Grund: „Zum einen bringt Mettmann ja immer viele Zuschauer mit, und die sollen nicht vor einer verschlossenen Halle stehen. Zum anderen gibt bei uns dieses Mal endlich wieder ein Catering.“
Besser geht es da schon der Mannschaft der Stunde in der Oberliga, dem TV Bruckhausen. Angesichts der Stärke des kommenden Gegners ist sich Trainer Wilfried Zeh jedoch erstmals seit langem nicht sicher, ob seine Farben ihre Serie ausbauen können. Schließlich gastiert der prächtig aufgestellte Liga-Primus Mettmann-Sport in Hünxe. „Die sind im Feld und auf der Bank komplett mit Regionalliga-Spielerinnen bestückt“, kann Zeh angesichts der paradiesischen Zustände im Vergleich zu seinem schmalen Kader nur neidisch staunen. Doch dünner Kader hin oder her – verstecken müssen sich die Gastgeberinnen mit Sicherheit nicht, auch wenn Rückraumspielerin Caro Fisch und Kreisläuferin Sabrina Fischer sicher zur Creme de la Creme der Liga gehören „Gegen so ein Top-Team dagegen zu halten ist schwer, aber wir wollen unseren Super-Lauf unbedingt fortsetzen, auch wenn es eine ganz harte Nuss wird“, gibt sich Zeh kämpferisch.
Wieder an die Leistungen gegen die Top-Teams aus Rheydt und Wedau anknüpfen will die SV 08/29 Friedrichsfeld, die zum HSV Gräfrath II reist. „Wir müssen uns gegenüber der Leistung der Vorwoche sicher steigern, aber wir haben sicher auch mehr drauf, als wir Sonntag gegen Kempen gezeigt haben“, hofft Trainer Werner Hillig auf eine Rückehr seiner Sieben zur alten Leistungsstärke gegen die im Aufwind befindlichen Solingerinnen.
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