Keine Rotation
VON HENDRIK GAASTERLAND - zuletzt aktualisiert: 10.04.2007Mit einer ungewöhnlichen Startformation ging der SuS Dinslaken 09 in die Partie gegen RSV GA Klosterhardt. Abdullah Özdogan, Sedat Coskun und Thomas Giesen wurden jedoch nicht geschont, sondern mussten wegen ihrer schlechten Leistung gegen die Zebras auf die Bank.
Bei einem ersten Blick auf die Mannschaftsaufstellung des SuS Dinslaken 09 konnte man vermuten, dass Trainer Jens Grote das Rotationsprinzip eingeführt hat. Nach dem kräfteraubenden Spiel am Samstag bei den Weseler Zebras fehlten 48 Stunden später in der Partie gegen RSV GA Klosterhardt die Stammspieler Abdullah Özdogan, Sedat Coskun und Thomas Giesen. Sie alle nahmen auf der Bank des Tabellenzweiten Platz und Grote schenkte lieber Kevin Proba, Sedat Shabani und Sascha Bottländer das Vertrauen.
Abstrafung für Stammspieler
Doch mit Schonung der etatmäßigen Akteure hat diese Maßnahme nichts zu tun, eher eine Abstrafung. „Sie waren bei den Zebras Komplettausfälle und deshalb habe ich sie rausgenommen“, erklärte der Coach nach dem glatten 4:0 (1:0) gegen Klosterhardt. Dass der ungefährdete Erfolg zustande kam, lag jedoch an der Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel. In Abschnitt eins waren die Umstellungen deutlich zu spüren und die 09er legten eine ihrer schlechteren Vorstellungen der Saison ab. In der Defensive selbst nicht sicher, Marco Seggio hätte fast die Führung für die Gäste erzielt (28.), fehlte in der Offensive die Bindung zwischen dem harmlosen Angriff und dem unkreativen Mittelfeld. Dennoch reichte es zum 1:0-Pausenstand, weil Stefan Radochowski sich einmal auf der rechten Seite durchsetzen konnte und Sedat Shabani mustergültig bediente (29.). Besser wurde es erst im zweiten Abschnitt mit den Einwechslungen von Coskun, Özdogan und Giesen, wovon besonders Torjäger Thomas Giesen sich mit einer sehr engagierten Leistung empfahl. Er war nämlich an allen drei Toren des zweiten Abschnitts beteiligt. Zunächst konnte Klosterhardts Torwart Andreas Lauer einen Seitfallzieher von Giesen nicht festhalten und Kevin Kirchner brauchte nur noch abzustauben (64.), danach besorgte er die Tore drei und vier aus kurzen Distanzen für den SuS selbst (72./90.) und schraubte das Ergebnis auch verdient in die Höhe.
Passive Gäste
Die Gäste waren zu passiv, um eine niedrigere Niederlage zu kassieren. Nach dem zweiten Gegentreffer stellten sie das Fußballspielen komplett ein und brachen resignierend in sich zusammen.
SuS Dinslaken 09: Strewginski; Zimolag, Keller (40. Coskun), Michels, Matos, Bottländer, Kotlarek, Shabani (60. Özdogan), Radochowski (60. Giesen), Proba, Kirchner.
Stadionsprecher
„Jockel“ Weinkath war gestern nicht beim Spiel des SuS 09 und somit wurde ein Stadionsprecher gesucht. Tim Römer, ansonsten Trainer bei den C-Junioren, stellte sich freiwillig zur Verfügung und machte bei der Verlesung der Mannschaftsaufstellungen, Wechseln und Verlosung einen soliden Job.
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