Fußball: Mit neuem System
VON HENDRIK GAASTERLAND - zuletzt aktualisiert: 10.07.2007Der SuS Dinslaken 09 geht als Aufsteiger in die kommende Landesliga-Saison und möchte sich mit einem geglückten Start frühzeitig in eine sichere Position bringen. Mihael Matos und Thomas Giesen sind aber nicht mehr dabei.
Wechselspiel
Im Tor des SuS 09 streiten Dennis Strewginski und Neuzugang Jens Dowedeit um den Platz zwischen den Pfosten. „Noch kommen sie gut miteinander aus. Aber man weiß ja nie, wie es ist, wenn einmal die Entscheidung gefallen ist“, soTrainer Jens Grote. In den Testspielen kam jeder Keeper zum Einsatz und bisher ist nicht abzusehen, wer das Rennen macht.
In der Bezirksliga wurden die Spiele Woche für Woche fast ausschließlich diktiert und bis auf die Partien gegen die Konkurrenten fühlte sich ein Unentschieden bereits wie eine Niederlage an. Doch nach dem Aufstieg in die Landesliga steht für den SuS Dinslaken 09 eine völlig andere Saison bevor. Der Erwartungsdruck, gewinnen zu müssen, fällt weg. Die spielerische Dominanz dem Gegner gegenüber wird sich ausgleichen und zunächst einmal müssen die Abgänge zweier Garanten für den Aufstieg kompensiert werden.
Matos eingebunden
In einem starken Kollektiv stachen Mihael Matos und Thomas Giesen heraus. Libero Matos, der als Defensivmann bei Standardsituationen wichtige Treffer erzielte, kann wegen seines Studiums in Aachen kaum noch mitwirken. Der Torschützenkönig der vergangenen Spielzeit Giesen wechselte bekanntlich zur SV 08/29 Friedrichsfeld. Durch die Abgänge wurde Trainer Jens Grote somit gezwungen, nach Alternativen zu suchen. Und dies macht er im taktischen Bereich, in dem er in den ersten Testspielen ein neues System ausprobierte. Statt Libero sollte eine Dreierkette in der Abwehr für Sicherheit sorgen, im Angriff ließ er nur noch einen Stürmer spielen. „Das hat aber noch nicht so gut funktioniert“, sagte Grote nach den ersten Versuchen in der Vorbereitung.
Drei Heimspiele zum Start
Von Vorteil in der Saison wird der Start mit drei Heimspielen in Serie sein, in denen das erste ausgerufene Ziel erreicht werden soll. „Als Aufsteiger wollen wir erst gar nicht unten in den Strudel geraten. Da werden uns die Heimspiel entgegen kommen“, weiß auch der Coach, der einen Abschluss in der Entwicklung seiner Mannschaft noch nicht absehen kann. „Es sind viele junge Spieler von gutem Format. Wenn die sportliche Entwicklung so weiter geht, werden wir noch viel Spaß bekommen“, freut sich Grote auf die Zukunft der 09er. Doch wenn diese ähnlich erfolgreich verlaufen soll wie seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren, dann muss sich das Team in der Landesliga steigern. „Das Spiel wird schneller, wir dürfen hinten nicht viel zulassen und vorne müssen wir effektiver werden. Sonst wird das sofort bestraft“, so der Trainer.
Dass seine Mannschaft in der Lage ist, die Vorgaben umzusetzen kann, ist sich Grote sicher. Mit Sohn Sascha vom VfB Lohberg und Hakan Isik (Weseler Zebras) habe der SuS zwei Spieler geholt, die in ihren alten Vereinen als Kapitän bereits Verantwortung übernommen hätten. Außerdem empfindet Grote die Genesung von Dennis Steininger wie eine Neuverpflichtung.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum