Fußball: Mitten im Abstiegskampf
VON HENDRIK GAASTERLAND - zuletzt aktualisiert: 27.10.2007Glückauf Möllen spielt seit dem ersten Spieltag um den Klassenerhalt, durch die Negativserie von sieben Partien ohne Sieg ist auch der SuS Dinslaken 09 in der unteren Tabellenregion angekommen. Die Teams stehen unter Druck.
Wegen eines Formfehlers bei der Einsprucheinlegung im Spiel gegen Fichte Lintfort sind zwei Punkte am Grünen Tisch für den SuS Dinslaken 09 verloren gegangen und somit ist die Mannschaft mitten im Abstiegskampf angekommen. Bei nun elf Punkten sieht auch Trainer Jens Grote dies so und trotzdem hält er seine Truppe beim Tabellendritten TuB Bocholt nicht für chancenlos. „Bei unserer Negativserie ist die Konstellation klar, dass wir der Außenseiter sind. Aber Bocholt wird uns nicht unterschätzen und, mal von TuRa abgesehen, brauchen wir uns vor keiner Mannschaft der Liga zu verstecken. Warum sollten wir also nicht in der Lage sein, gegen ein Top-Team Punkte zu holen?“, tritt der SuS-Coach voller Zuversicht die weite Reise nach Bocholt an.
Geldmacherei
Die verlorenen Punkte am Grünen Tisch wegen eines Formfehlers sind für SuS-Trainer Jens Grote nicht nachvollziehbar. „Es bleibt Betrug und das alles ist eine Farce. Entweder braucht man Spielerpässe oder nicht“, ärgert er sich darüber, dass Lintfort einen nicht spielberechtigten Akteur auflaufen ließ. „Wofür braucht man überhaupt in diesem Fall eine Verhandlung? Das ist alles Geldmacherei auf Kosten der Amateurvereine“, schimpft Grote.
„Rustikaler zu Werke gehen“
Dabei dürfte neben den verlorenen Zählern auch die fünfte Niederlage der Saison gegen Sterkrade 06/07 noch schwer im Magen liegen, da die 09er über weite Strecken doch enttäuschten. „Ich bewerte das Spiel nicht so schlecht, wie das Ergebnis es machte. Ich denke, dass es ein glücklicher Sieg für Sterkrade war“, hat Grote noch den entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit im Hinterkopf und fordert Besserung: „Wir dürfen uns nicht mehr so dumm anstellen. In Bocholt müssen wir uns als Kollektiv präsentieren und rustikaler zu Werke gehen“, lautet die Marschroute. Die Einsätze von Sascha Grote, Abdullah Özdogan, Alexander Verheul, Ilyaz Uysal und Frank Yapo sind für die Begegnung jedoch noch ungewiss.
Absoluter Abstiegskampf dürfte in der Partie von Glückauf Möllen gegen Hamborn 07 zu erwarten sein – schließlich empfängt der Vorletzte den Letzten. Möllens Trainer Karl-Heinz Höfer hätte gerne seiner Erfolgself, die bei Olympia Bocholt 3:0 gewonnen hatte, erneut das Vertrauen ausgesprochen, doch wie so oft in den letzten Monaten ist er wieder gezwungen, die Truppe umzubauen. Mit Torwart Andre Lukas und Stefan Jahny werden zwei Säulen des Teams ausfallen, so dass der Coach an alle Möllener appelliert: „Wenn wir den Anschluss schaffen wollen, müssen wir gewinnen. Als Verein, nicht nur die Mannschaft, müssen wir die Kräfte bündeln und uns gegenseitig helfen, um eine schlagfertige Truppe aufbieten zu können.“
Für die Zuschauer
Mit Hakan Gül, der wieder dabei ist, und einem großen Kämpferherz sollen somit die Zähler an der Rahmstraße bleiben. „Wir stehen gegenüber unseren Zuschauern in der Pflicht. Technisch kann es egal sein, man kann ein Spiel auch einmal erzwingen“, sagte Höfer.
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