Fußball: Neue Chance für Oliver Ritz
VON HENDRIK GAASTERLAND - zuletzt aktualisiert: 04.09.2010Weil er in der vergangenen Woche zu spät zum Treffpunkt erschien, saß der Spielmacher des TV Jahn Hiesfeld gegen TuRU Düsseldorf zunächst nur auf der Bank. Gegen den 1. FC Viersen gehört er wieder zur Startformation.
Fußball ist ein Mannschaftssport und es gewinnen oder verlieren immer alle gemeinsam. Das fängt beim Trainer an und hört beim Ersatzspieler auf. Doch nach der 0:1-Niederlage des TV Jahn Hiesfeld in der vergangenen Woche bei der Premiere des neuen Kunstrasens gegen TuRU Düsseldorf war in den Reihen der "Veilchen" Oliver Ritz eindeutig der größte Verlierer. Hiesfelds Nummer zehn, der sich in der Vorbereitung seinen Stammplatz erst wieder zurück erkämpft hatte, erschien zu spät zum Treffpunkt und durfte aus disziplinarischen Gründen nur auf der Bank Platz nehmen.
Versiert und bequem
Neben einer satten Geldstrafe – "das wird richtig teuer", meinte er selbst – stand Ritz in den Trainingseinheiten in dieser Woche bei Coach Christian Schreier unter Sonderbeobachtung. Doch anscheinend hat der wohl technisch versierteste, aber wahrscheinlich auch bequemste Hiesfelder aus seinem Fehler gelernt und seinen Trainer überzeugt, dass er beim Auswärtsspiel gegen den 1. FC Viersen wieder in die Startformation gehört. "Wenn er noch einmal Gas gibt, dann wird er auch von Beginn an spielen", machte Schreier seinem Spielmacher vor dem Abschlusstraining Hoffnung.
Ritz wird vermutlich aber auch wieder auflaufen, weil Raik Wittig gegen Düsseldorf seine Chance von Beginn an nicht genutzt hat und nun wieder Tuncay Aksoy und Stephan Schneider zu zweit im Angriff für Unruhe und Tore sorgen sollen. Dies wird allerdings kein einfaches Unterfangen für den TV Jahn, denn die Viersener haben mit vier Punkten einen ordentlichen Saisonstart erwischt.
"Natürlich haben wir vor, unseren ersten Sieg zu holen, aber es ist ja auch kein Wunschkonzert. Der Gegner ist sehr heimstark und deshalb wird es keine leichte Aufgabe", weiß Schreier. Um die drei Zähler dann wirklich aus dem Stadion "Hoher Busch" zu entführen und etwas beruhigter in die Partie nächste Woche gegen den Spitzenreiter aus Ratingen zu gehen, verlangt der Hiesfelder Coach eine intensive Zweikampfführung und enorme Laufbereitschaft. "Es wird ein interessantes Spiel. Die Viersener Spieler sind flink und immer viel unterwegs, wodurch sie sehr variabel sind. Die Aufgabe müssen wir aber fußballerisch lösen können", meint Schreier.
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