Fußball: Neue Hoffnung
VON HENDRIK GAASTERLAND - zuletzt aktualisiert: 29.03.2008Der neue Coach Oliver Grimm sorgt beim Training des SuS Dinslaken 09 für frischen Wind und die Mannschaft zieht an einem Strang mit. Für Glückauf Möllen geht es gegen Adler Osterfeld fast schon um die letzte Chance.
Schlechter könnte die Momentaufnahme in der Landesliga für die hiesigen Vereine nicht sein. Glückauf Möllen scheint seit Monaten die Rote Laterne nicht mehr abgeben zu wollen und der SuS Dinslaken 09 ist mittlerweile auf den vorletzten Rang in der Tabelle durchgereicht worden. Doch nach dem Trainerwechsel macht sich dort wieder neue Zuversicht breit, bevor es zum Auswärtsspiel zu Fichte Lintfort geht. Interimscoach Oliver Grimm konnte immer einen vollen Kader zum Training begrüßen und stimmte die Mannschaft auf den Abstiegskampf ein. „Wir wollen mit der nötigen Härte an die Sache herangehen und wer nicht mitzieht, der bekommt ein Problem – auch für seinen weiteren Werdegang“, sagte Grimm. Das „Mädchen für alles“ beim SuS 09 kündigte einige Umstellungen an und möchte auf diese Art und Weise versuchen, zumindest einen Punkt beim Tabellenfünften mitzunehmen. „Veränderungen sind ja nicht so schlecht. Jedenfalls müssen wir in der Abwehr und im Mittelfeld kompakter stehen“, meinte der Trainer, der Abdullah Özdogan alle Freiheiten in der Offensive lässt: „Er kann überall herumturnen und soll dabei einen Gegenspieler binden. Hakan Isik soll ihn auf der Sechserposition absichern.“
Gespräch mit Kirchner
Vom alten Trainer Jens Grote wurde der Torjäger des SuS 09, Kevin Kirchner, suspendiert, nach einem klärenden Gespräch mit dem neuen Coach Oliver Grimm ist der Stürmer wieder dabei. „Ich habe ihn noch nie so schlecht gesehen und ihm gesagt, dass es so nicht weitergeht. Er hat mir dann versichert, dass er wieder der alte Kevin sein wird, wie man ihn kennt, und deshalb ist er wieder dabei“, so Grimm. Die Einsätze von Marian Michels und Sedat Coskun sind allerdings fraglich.
Das Glück zwingen
Ob durch den frischen Wind im Training auch im Spiel der Schalter einfach umgelegt werden kann, da ist sich Grimm jedoch noch nicht ganz sicher: „Der eine oder andere sucht jetzt im Training eine neue Chance und hofft von Beginn an zu spielen. Ich weiß aber nicht, ob es schon in Lintfort reicht dreifach zu punkten. Aber vielleicht kann man auch das Glück erzwingen.“
Fast um die letzte Chance geht es für Glückauf Möllen gegen Adler Osterfeld. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und die Leistung der letzten Woche in Kleve machte keine große Hoffnung, dass sich dieser noch einmal minimieren wird. „Das war eine Ernüchterung, weil die Einstellung nicht stimmte. Nach dem 0:2 darf man in unserer Situation nicht den Kopf hängen lassen“, sagte Coach Dietmar Kibbel. Er fordert wieder die Aggressivität wie in den Partien gegen Bocholt und Walbeck zum Auftakt, als Möllen eine Aufholjagd angedeutet hatte.
„Dann ist für uns alles möglich, aber gegen Osterfeld wird es keine leichte Aufgabe. Es ist auch eine junge Truppe und wir müssen alles versuchen, um das Spiel zu gewinnen“, so ein kämpferischer Kibbel, der vermutlich nur auf Pierre Hilbig verzichten muss.
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