Perspektive geben
VON MARKUS DELMICH - zuletzt aktualisiert: 08.09.2006Handball-Oberligist TV Jahn Hiesfeld will in dieser Saison nicht nur am Aufstieg schnuppern. Die Mannschaft ist gezielt verstärkt worden und fühlt sich auch selbst als Aufstiegskandidat.
Namen
Zugänge: Christian Ginters, Mike Ziedorn, Marek Scharfenberg (alle TV Aldekerk), Tobias Dickel (HSG Mülheim), Sebastian Becks (MTV Rheinwacht Dinslaken), Christopher Kalinowski (TuSEM Essen II.
Abgänge: Sven Scheidung (Rumeln), Bastian Hegel (RWO).
Es gibt keinen Zweifel, der TV Jahn Hiesfeld hat sich einiges vorgenommen für die kommende Oberliga-Saison. Daraus machen Abteilungsleiter Horst Helsper und auch Coach Achim Waclawczyk keinen Hehl. Unisono wurde das Ziel definiert und lautstark verkündet. „Wir wollen auf jeden Fall versuchen aufzusteigen. Wir haben uns in wichtigen Mannschaftsteilen entscheidend verstärkt und es wäre schon komisch, wenn wir jetzt sagen würden wir wollen Fünfter oder Sechster werden“, so Helsper.
Ein wesentlicher Grund für die offensive Personalpolitik war unter anderem, den langjährigen Jahn-Recken wie Marian Kurtz, „Paule“ Meyer und Matthias Waclawczyk auch einmal die Perspektive zu geben, nicht nur am Aufstieg zu schnuppern, sondern diesen auch zu realisieren. Der nötige Teamspirit wurde im Trainingslager in Polen erlangt und auch am körperlichen Feinschliff arbeitet Achim Waclawczyk in der Vorbereitung intensiv. Alle Akteure zogen hervorragend mit, bislang blieben die „Veilchen“ vom fast schon verflixten Verletzungspech verschont. Beim Pokalspiel in Süchteln fehlte Coach Achim Waclawczyk aus beruflichen Gründe. In Kapellen wird der „beste Oberliga-Trainer“ (O-Ton Horst Helsper) aber wieder in gewohnter Manier Regie führen.
Den nicht wirklich überzeugenden Auftritt in Süchteln möchte Horst Helsper nicht überbewerten: „Es waren einige Verantwortliche aus Kapellen in der Halle, die auch gefilmt haben. Wir haben keine Konzepte gespielt, sondern versucht durch einfaches Spiel zu gewinnen. Letzten Endes stimmte die Einstellung auch noch nicht hundertprozentig.“
Reichlich Erfahrung
Die Neuzugänge sind allesamt mit reichlich Erfahrung ausgestattet. Mehr als gut ausgestattet sind die „Veilchen“ nun sicherlich zwischen den Pfosten. Mit dem Zwei-Meter Hünen Mike Ziedorn und Stephan Meyer hat Achim Waclawczyk zwei bärenstarke Keeper in seinen Reihen. Höchstes Oberliganiveau garantieren ebenfalls Christian Ginters und Sebastian Becks, wenngleich der Ex-MTVer sein Potenzial noch nicht komplett ausgeschöpft hat.
„‘Pille‘ ist noch nicht ganz bei uns angekommen. Es gibt durchaus noch Luft nach oben bei ihm“, glaubt Horst Helsper an die Fähigkeiten seines Linksaußens. Garant für mehr Stabilität in der Deckung soll Marek Scharfenberg werden, der gemeinsam mit Matthias Waclawczyk die Deckungsmitte zumachen soll.
Neben der eigenen Truppe zählt Heslper Borussia Mönchengladbach, Solingen und Kapellen zu den Favoriten. „Es gibt ja meistens eine Überraschungsmannschaft, die könnte diesmal durchaus der MTV sein“, so Helsper. Eine erste Standortbestimmung erwartet der Coach gleich im ersten Spiel gegen Kapellen: „Es wäre psychologisch schon sehr gut, dort nicht zu verlieren.“
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