Fußball: Punkte – das einzig Positive
VON HENDRIK GAASTERLAND - zuletzt aktualisiert: 20.08.2007Der SuS Dinslaken 09 konnte auch sein zweites Saisonspiel mit 2:1 gewinnen, die Leistung gegen Arminia Klosterhardt war jedoch ein Rückschritt. Auch Trainer Jens Grote war von dem Auftritt enttäuscht.
Unnötig schwer machte es sich der SuS Dinslaken 09 im Spiel gegen Arminia Klosterhardt. Die Mannschaft gewann zwar auch das zweite Saisonspiel mit 2:1 (1:1), doch präsentierte sie sich im Vergleich zur Vorwoche wie ausgewechselt. „Wir haben sehr schlecht gespielt. Das war absolut kein Fußball und wenn wir so weiter machen, werden wir nicht mehr viele Punkte sammeln“, war auch SuS-Trainer Jens Grote von dem Auftritt seiner Elf enttäuscht.
Bis auf Kevin Kirchner im Sturm, der unermüdlich über die gesamte Spieldauer kämpfte, spielte jeder 09er eine Klasse schlechter als gegen Möllen. Libero Hakan Isik, der mit einem misslungenen Rückpass das 0:1 durch Mehmet Gül einleitete (6.), stand völlig neben sich und auch im Mittelfeld wollte nichts funktionieren. Die spielerischen Fähigkeiten eines Abdullah Özdogan und Dennis Steininger blitzten kein einziges Mal auf, so dass Klosterhardt in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile und auch in den Zweikämpfen Vorteile besaß.
Einzelkritik
Hakan Isik und Abdullah Özdogan sind Leistungsträger im Team des SuS 09, aber die gebotenen Leistungen waren mehr als schwach. So sparte Trainer Jens Grote auch nicht an Einzelkritik: „Ich kann keinen Apo gebrauchen, der auf dem Platz Döner verkauft. Eigentlich hätte ich ihn schon früher auswechseln müssen.“
Elfmetertor durch Kirchner
Trotzdem schaffte der SuS es erneut, die Partie zu wenden. Dies lag jedoch zunächst nicht an den eigenen Fertigkeiten, sondern an der ebenfalls desolaten Abwehr der Arminia und an Schiedsrichter Tim Flores. Der Unparteiische sprach den 09ern einen Elfmeter zu, nachdem einem Klosterhardter der Ball unabsichtlich an die Hand gesprungen war. Kevin Kirchner ließ sich die Chance nicht entgehen und glich aus, worauf dann die Hausherren auch das Kommando auf dem Feld übernahmen.
Mit einer größeren Laufbereitschaft erspielten sich die 09er mehr Chancen und kamen auch zu vielen Standardsituationen, von denen Dawid Kabacinski eine dann auch nutzen konnte. Kevin Proba flankte, Sedat Coskun legte ab und der Abwehrspieler setzte das Leder unhaltbar zum verdienten Sieg in die Maschen (73.).
„Angsthasenfußball“
„Ich kann trotzdem nicht nachvollziehen, warum wir solchen Angsthasenfußball gespielt haben. Man hat gesehen, dass der Schuss auch nach hinten losgehen kann, wenn man nicht das Geplante umsetzt“, meinte Grote und fordert für die nächste Woche gegen Olympia Bocholt eine Leistungssteigerung.
SuS Dinslaken 09: Strewginski; Watterodt (67. Bottländer), Kotlarek, Kabacinski, Isik, Michels, Steininger, Özdogan (70. Radochowski), Coskun, Proba, Kirchner.
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