Fußball: Spiel der Spiele
VON SEBASTIAN MÜHLEIS - zuletzt aktualisiert: 28.04.2007Spitzenreiter SuS 09 Dinslaken trifft morgen auswärts auf Verfolger PSV Wesel, und könnte mit einem Erfolg eine kleine Vorentscheidung im Aufstiegskampf herbeiführen. Trainer Jens Grote will voll auf Sieg spielen.
„Ich glaube nicht, dass – egal wie das Spiel ausgeht – die Meisterschaft durch diese Partie entschieden wird“, nimmt Trainer Jens Grote von Bezirksliga-Tabellenführer SuS 09 Dinslaken vor dem Spitzenspiel bei Verfolger PSV Wesel etwas Brisanz aus dem Aufeinandertreffen. Aber eben nur etwas – denn auch Grote ist bewusst: „Das ist in dieser Saison sicher das Spiel der Spiele.“
Schon beinahe die gesamte Spielzeit „beschnuppern“ sich die beiden Topmannschaften der Liga, ohne dass sich eine Seite bislang entscheidend absetzte. Im Falle eines Sieges hätten die Gäste sicherlich den Vorteil, dass der PSV im Falle eines späteren Remis nicht mehr gleichziehen könnte, was aber eben dem SuS aberbei einer Niederlage möglich ist.
Restprogramm
Ein etwas leichteres Restprogramm steht für den SuS 09 an, der nach dem PSV noch in Rhede, gegen den VfB Bottrop und in Friedrichsfeld „ran“ muss. Schwieriger gestaltet sich da dei Aufgabe für den PSV beim VfB Lohberg, ebenfalls in Rhede und am letzten Spieltag daheim gegen den Vierten Dostlukspor Bottrop.
Doch davon will Grote nichts wissen, der beim Messen der besten Defensiv- und Offensivreihe (SuS) mit der zweitbesten Offensiv- und drittbesten Defensivabteilung (PSV) ganz auf Sieg spielen möchte. „Von unserer Spielanlage her können wir eigentlich gar nicht auf ’zu null’ spielen, schließlich liegen unsere Stärken ganz klar im Offensivspiel“, so Grote.
„Apo“ und Giesen sollen es richten
Große Erwartungen richtet Grote dabei an Alleskönner Abdullah Özdogan und Tormaschine Thomas Giesen. „Bei unseren herausragenden Einzelkönnern wie ’Apo’ oder Thomas müssen wir es verstehen, die entscheidenden Nadelstiche zu setzen“, hofft der Übungsleiter auf einen Geistesblitz seines Traum-Duos in der Offensive, sollte es länger 0:0 stehen und die Räume größer werden. Doch beinahe ebenso große Erwartungen hat Grote an seine Abwehrreihe. Schließlich hat der PSV mit André Viera einen ähnlich starken Einzelkönner wie Özdogan in seinen Reihen.
Als einen entscheidenden Faktor macht Grote die Nerven der Akteure aus. „Beide Mannschaften kennen sich aus dem Effeff, das wird ein richtiges Nervenspiel. Ich hoffe, dass wir endlich einmal die Glücklicheren sind“, so Grote, der zudem darauf baut, dass es keine „anderen Einflüsse“ gibt, sprich ein dem Topspiel entsprechend starker Schiedsrichter samt Gespann angesetzt ist.
Trotz all der morgen zu erwartenden Rivalität hat Grote aber auch einiges an Lob nicht nur für den SuS sondern auch für die Konkurrenz aus der Hansestadt übrig: „Beide Truppen überzeugen trotz der vielen überragenden Einzelspieler vor allem als Mannschaft. Und von der Leistung her hätten es eigentlich beide verdient aufzusteigen. Es ist schon sehr schade, dass eine dieser Mannschaften auf der Strecke bleiben wird.“
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